Die Strompreise im Kurzfristhandel sind im vergangenen Jahr zeitweise sehr tief gefallen.

Die Strompreise im Kurzfristhandel sind im vergangenen Jahr zeitweise sehr tief gefallen.

Bild: © Andy Ilmberger/AdobeStock

Die Bundesnetzagentur rechnet mit einer deutlichen Beschleunigung beim Ausbau des Stromübertragungsnetzes. Wie das Magazin "Der Spiegel" unter Berufung auf interne Daten am Freitag berichtete, erwartet die Bonner Behörde nach 904 neu genehmigten Kilometern 2023 für das laufende Jahr 1872 und für das kommende Jahr 1607 Kilometer.

Dies würde vor allem beim Ausbau der Höchstspannungstrassen Ultranet, Suedlink und Suedostlink helfen, die Strom aus dem windreichen Norden nach Süden transportieren und Engpässe beseitigen sollen. Die Inbetriebnahme der Gleichstromleitung Ultranet von Düsseldorf ins baden-württembergische Philippsburg könnte dadurch um ein Jahr auf 2026 vorgezogen werden, erwartet die Bundesnetzagentur.

"Spart Jahre an Planungsarbeit"

Ein wesentlicher Treiber seien die Beschleunigungsgesetze der Koalition, schreibt der "Spiegel". Sie ermöglichten es den Behörden, die Verfahren zu bündeln und weniger Alternativrouten zeitaufwendig prüfen zu müssen.

Zudem könnten sie für große Teile des Ausbaugebiets sogenannte Präferenzräume festlegen, in denen die Verfahren zusätzlich beschleunigt werden können. "Das spart Jahre an Planungsarbeit", sagte Behördenpräsident Klaus Müller dem Nachrichtenmagazin.

Turbo bei Stromnetzausbau

Bereits 2023 lag die Anzahl der genehmigten Trassenkilometer laut Bundeswirtschaftsministerium viermal so hoch wie 2021. Auch die Zahl der in Bau gegangenen Trassenkilometer hatte sich demnach 2023 gegenüber 2021 verdoppelt.

Für 2024 werde ein Zubau von rund 1500 Kilometer erwartet – fünfmal so viele Kilometer wie 2021, hatte das Ministerium vergangene Woche mitgeteilt. (dpa/aba)

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