Im vergangenen Jahr lagen die bundeseinheitlichen Übertragungsnetzentgelte noch bei 3,12 Cent/kWh, teilten Amprion, 50Hertz, Tennet und Transnet BW mit. Ohne den Zuschuss der Bundesregierung in Höhe von 5,5 Mrd. Euro wäre dieser Anstieg höher ausgefallen. Die vorläufigen Netzentgelte stehen deshalb unter dem Vorbehalt. Die gesetzliche Grundlage für den Zuschuss muss bis zum 6. Dezember 2023 vorliegen. Eine Sprecherin von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte, die Bundesregierung habe sich darauf verständigt, den Anstieg der Netzentgelte im kommenden Jahr zu dämpfen. Der Zuschuss werde aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds gewährt. Aus diesem Fonds des Bundes werden zum Beispiel auch die staatlichen Energiepreisbremsen finanziert.
Hohe Energiepreise als treibender Faktor
Die Höhe der vorläufigen Netzentgelte ergebe sich aus der Prognose der Kostenbasis (Erlösobergrenze) und den voraussichtlichen Absatzmengen für das Jahr 2024, teilten die ÜNB weiter gemeinsam mit. Für das Jahr 2024 sehen sie bei der Erlösobergrenze zwar im Vergleich zum Vorjahr gesunkene Kosten. Trotzdem verharren sie auf einem weiterhin hohen Niveau. Grund dafür sei das anhaltend hohe Preisniveau auf den Brennstoff- und Strommärkten. Diese hätten insbesondere Einfluss auf die Kosten für Redispatch, Netzreserve und die Vorhaltung von Regelleistung sowie für die Beschaffung von Verlustenergie, erläuterten die Netzbetreiber. (am/dpa)



