Der Windkraftbranche stehen stürmische Zeiten bevor.

Der Windkraftbranche stehen stürmische Zeiten bevor.

Bild: © Frank Wagner/AdobeStock

Im Streit um den Bau von neuen Windkraftanlagen im Zusammenhang mit Artenschutz-Fragen verhandelt das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) am 25. Mai über zwei Klagen.

Der Landesverband NRW des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) will erreichen, dass die Genehmigungen für neue Windenergieanlagen in Ostwestfalen bei Bad Wünnenberg an der Grenze zum Hochsauerlandkreis aufgehoben werden. Der Kreis Paderborn hatte den Bau erlaubt.

Die Naturschützer sehen eine zu große Gefährdung verschiedener Vogelarten. Dabei geht es um Uhu, Rotmilan, Rohrweihe, Mäusebussard, Feldlerche, Raubwürger, Mornellregenpfeifer und andere Watvögel. Die geplanten Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen zum Schutz der Vögel seien nicht ausreichend, meint der Nabu.

Verzicht auf Umweltverträglichkeitsprüfung

Die Naturschützer wollen vom OVG auch die Feststellung, dass bei dem Projekt zu Unrecht auf die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet wurde. Bei dem Artenreichtum im Diemel- und Hoppecketal müsse von einem faktischen Vogelschutzgebiet ausgegangen werden, argumentiert der Nabu.

Der 22. Senat des OVG, der sich ausschließlich mit Windkraftfragen beschäftigt, will noch am selben Tag ein Urteil verkünden.

Mehrere Klagen anhängig

Der Nabu setzt sich nach eigenen Angaben für den notwendigen und schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien ein. Dabei wird nach Ansicht der Naturschützer aber zu oft der Artenschutz vernachlässigt.

In NRW sind deshalb noch mehrere Klagen anhängig. Ein enormes Ausbaupotenzial sieht der Nabu auf bereits genutzten Flächen in Industrie- und Gewerbegebieten. (dpa)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper