Geht es nach der EU-Kommission, sollen große Teile der Erneuerbaren-Industrie bis 2030 in Europa beheimatet sein.

Geht es nach der EU-Kommission, sollen große Teile der Erneuerbaren-Industrie bis 2030 in Europa beheimatet sein.

Bild: © Photocreo Bednarek/AdobeStock

Die Bundesnetzagentur gibt die Ausschreibung Wind an Land bekannt. Der Gebotstermin für die letzte Ausschreibung für Wind an Land ist der 1. November 2023. Ausgeschrieben sind dabei 3192.433 kW (3192 MW), wie die Behörde bereits mitgeteilt hat.

Der Bundesverband Windenergie (BWE) hat nun darauf hingewiesen, dass noch 3860 MW frische Genehmigungen auf Zuschläge warten. Allein zwischen dem letzten Stichtag (5. Juli 2023) und dem für diese Ausschreibungsrunde relevanten Stichtag 4. Oktober 2023 wurden im Markstammdatenregister 378 Windenergieanlagen mit zusammen 2023 MW Leistung neu registriert, wie der Verband mitteilt. Dies zeige, dass die Bundesgesetze erste deutliche Beschleunigungseffekte auslösten.

Ausreichend Genehmigungen

"Für das ausgeschriebene Volumen stehen ausreichend Genehmigungen bereit. Deshalb besteht keinerlei Anlass, dass die Bundesnetzagentur das Ausschreibungsvolumen erneut kürzt", wird Bärbel Heidebroek, Präsidentin des BWE, zitiert.

Mit einer Ausschöpfung der November-Ausschreibung könnten am Ende des Jahres demnach Zuschläge über insgesamt 7680 MW erteilt worden sein. Bereits jetzt sei in den Ausschreibungen im Februar, Mai und August mit 4410 MW das höchste Volumen seit Start des Ausschreibungsmodels bezuschlagt worden.

Motivation für Branche

"Zuschläge in Ausschreibungen münden direkt in Aufträge gegenüber Herstellern, Zulieferern und Dienstleistern", appelierte Heidebroek. "Aufträge werden dringend benötigt, um die Verwerfungen der dramatischen Zubaudelle seit 2019 jetzt zu glätten und den notwendigen Kapazitätsaufbau entlang der Wertschöpfungskette zu starten."

Der BWE weist zudem auf die Signalwirkung eines Jahresabschlusses von 7680 MW hin: Ein solches Ergebnis würde "eine Motivationswelle in die Branche bringen, jetzt trotz aller Herausforderungen weitere Projekte anzupacken, zu investieren und den Beschäftigungshochlauf fortzusetzen", sagt die BWE-Präsidentin. (jk)

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