Das tschechische Atomkraftwerk Temelin - gerade einmal 60 Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt

Das tschechische Atomkraftwerk Temelin - gerade einmal 60 Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt

© Armin Weigel/dpa

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat ihre Prognose zum weltweiten Ausbau der Atomenergie zum ersten Mal seit zehn Jahren nach oben revidiert. Die Nuklearkatastrophe im japanischen AKW Fukushima Daiichi im Jahr 2011 hatte dem Atomstrom-Sektor einen Dämpfer verpasst. Um im Kampf gegen den Klimawandel fossile Brennstoffe zu vermeiden, erwägen nun viele Länder jedoch den Einsatz von Atomkraft, wie die IAEA in Wien berichtete.

Laut dem Maximal-Szenario der Atomenergiebehörde könnte sich die weltweite nukleare Produktionskapazität bis 2050 auf bis zu 792 Gigawatt verdoppeln – das sind zehn Prozent mehr als in der Vorjahres-Prognose. Dies wäre laut IAEA nur durch neue Technologien im Atomsektor erreichbar. Dazu gehören die Herstellung von Wasserstoff als Energieträger sowie der Einsatz fortschrittlicherer Reaktoren. In einem konservativeren Szenario der IAEA würde die Produktionskapazität bei 392 Gigawatt fast gleich bleiben.

Kernkraft-Anteil könnte global auf zwölf Prozent steigen

Im Vorjahr kamen rund zehn Prozent des weltweiten Stroms aus Kernkraft. Im Maximal-Szenario der IAEA würde der Anteil bis 2050 auf rund zwölf Prozent leicht steigen.

Während die IAEA Atomstrom als saubere Energieform sieht, haben sich Deutschland und andere Länder angesichts der Sicherheitsrisiken und der problematischen Endlagerung von Atommüll für den Atomausstieg entschieden. (dpa/hil)

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