Die designierte EU-Energiekommissarin Kadri Simson stellte sich den Fragen des EU-Parlaments. Bild: © Virginia Mayo/AP/dpa

Die designierte EU-Energiekommissarin Kadri Simson stellte sich den Fragen des EU-Parlaments. Bild: © Virginia Mayo/AP/dpa

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Die designierte EU-Energiekommissarin Kadri Simson hat sich klar zum Ziel einer klimaneutralen Europäischen Union bis 2050 bekannt. Die Estin musste sich bei ihrer Anhörung im Europaparlament am Donnerstag kritischen Fragen stellen, weil ihr Heimatland das Ziel beim EU-Gipfel im Juni nicht mitgetragen hatte. Doch Simson sagte : «Estland war nicht dagegen.» Das Land brauche nur mehr Zeit, um die Folgen abzuschätzen, unter anderem für die regional starke Schieferölbranche.

Sie erwarte, dass einstimmiger Rückhalt aller EU-Staaten für das Ziel der Klimaneutralität möglich sei, fügte die Kandidatin hinzu. Gemeint ist, dass ab 2050 keine zusätzlichen Treibhausgase aus Europa in die Atmosphäre kommen. Das bedeutet eine komplette Abkehr von Energie aus Kohle, Öl oder Gas. Unvermeidbare Klimagase müssen ausgeglichen werden, zum Beispiel durch Aufforstung oder Einlagerung.

Vier Länder gegen verbindliche Ziele

Im Juni waren neben Estland drei weitere Länder dagegen, dass die EU dieses Ziel verbindlich festlegt. Ein neuer Fonds für eine gerechte Energiewende soll vor allem jenen Staaten helfen, die bisher stark auf Kohle angewiesen sind. Dieses Projekt wird die neue EU-Kommission nach Simsons Worten als eines der ersten nach ihrem geplanten Start am 1. November angehen. Schon Ende November dürften wichtige Details klar sein, sagte die Kandidatin. Ihre estnische Zentrumspartei gehört zur liberalen Parteienfamilie. (hp/dpa)

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