Patrick Graichen, Staatssekretär im BMWK, bei der Eröffnungspressekonferenz des 8. Berlin Energy Transition Dialogue (BETD) am Dienstagmorgen. Links Jennifer Morgan, Staatssekretärin und Sonderbeauftragte für Internationale Klimapolitik im Auswärtigen Amt.

Patrick Graichen, Staatssekretär im BMWK, bei der Eröffnungspressekonferenz des 8. Berlin Energy Transition Dialogue (BETD) am Dienstagmorgen. Links Jennifer Morgan, Staatssekretärin und Sonderbeauftragte für Internationale Klimapolitik im Auswärtigen Amt.

Bild: © BETD22

Außenministerin Annalena Baerbock und Wirtschaftsminister Robert Habeck eröffneten am Dienstag die Berliner Energiewende-Konferenz, die im Auswärtigen Amt stattfindet und bis Mittwoch dauert. Unter dem Motto „From Ambition to Action“ diskutieren Ministerinnen und Minister sowie hochrangige Delegationen aus über 50 Ländern mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Im Fokus stehen Strategien für den intelligenten Umbau der Energiesysteme weltweit und um die stärkere Unabhängigkeit von fossilen Energien. Bei einer Auftaktpressekonferenz unterstrich Jennifer Morgan, Staatssekretärin und Sonderbeauftragte für Internationale Klimapolitik im Auswärtigen Amt, die Notwendigkeit einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit in diesem Bereich.

Auch alarmierende Beschleunigung des Klimawandels im Auge behalten

Globale, nationale und regionale Bemühungen für mehr Klimaschutz und Unabhängigkeit von fossilen Energien müssten Hand in Hand gehen, unterstrich Patrick Graichen, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Es gelte, neben dem schrecklichen Krieg in der Ukraine auch die alarmierende Beschleunigung des Klimawandels im Auge zu behalten, sagte er und verwies auf den jüngst gemessenen Rekordanstieg der Temperaturen in der Arktis.

Ähnlich äußerte sichFrancesco La Camera, Generaldirektor der International Renewable Energy Agency (IRENA). Zwar seien im vergangenen Jahr weltweit immerhin 257 Gigawatt erneuerbare Energien zugebaut worden, doch reiche dies bei weitem noch nicht aus und es brauche mehr Tempo. Optimistisch schätzt La Camera eine baldige Wettbewerbsfähigkeit von grünem Wasserstoff ein. Auch verwies er auf das enorme Jobpotenzial der Energiewende mit bis zu 85 Millionen neuen Arbeitsplätzen bis 2030 weltweit.

Graichen: Pro gemeinsame europäische Beschaffung von LNG

Mehr Beteiligungsmöglichkeiten und einen Abbau legislativer und administrativer Hürden beim Ausbau der erneuerbaren Energien forderte Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Zudem mahnte sie die Bundesregierung, die Vorschläge der EU-Kommission zum Abbau der Energieabhängigkeit von Russland bald in nationale Gesetzgebung umzusetzen.

Graichen unterstrich die hohe Bedeutung einer europäischen Zusammenarbeit bei der Diversifizierung der Energieversorgung sowie der gemeinsamen Beschaffung von LNG. Doch müsse es nun darum gehen, dies zu konkretisieren, denn LNG werde ja nicht von den EU-Mitgliedsstaaten, sondern von Unternehmen beschafft. (hcn)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper