Mainova-Chef Constantin Alsheimer setzt beim Wasserstoff auf Technologieoffenheit.

Mainova-Chef Constantin Alsheimer setzt beim Wasserstoff auf Technologieoffenheit.

Bild: © Mainova AG

Das Gerücht kursierte schon ein paar Tage, aber weder die Thüga noch Mainova wollten es bestätigen. Jetzt ist es offiziell: Der langjährige Mainova-Chef Constantin H. Alsheimer soll im Sinne einer langfristig geordneten Nachfolge zum neuen Vorsitzenden des Vorstandes der Thüga Aktiengesellschaft bestellt werden. Spätestens zum 01. Januar 2024 folgt der 53-Jährige auf Michael Riechel, der planmäßig altersbedingt aus dem Unternehmen ausscheiden wird.

„Mit Dr. Alsheimer haben wir einen überaus erfahrenen, sehr durchsetzungsstarken Manager und ausgezeichneten Kenner der Branche für diese Aufgabe gewinnen können. Er kennt und begleitet die Thüga seit vielen Jahren und ist in der Thüga-Gruppe sehr gut vernetzt. Ich bin mir sicher, dass er die Erfolgsgeschichte der Thüga in den kommenden Jahren entschieden fortschreiben wird“, sagt Wolfgang Kalsbach, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Thüga Aktiengesellschaft. „Gleichzeitig bedanke ich mich im Namen aller Gremienvertreter bei Michael Riechel, der die Thüga auch in herausfordernden Zeiten stets auf Kurs gehalten und im Sinne der kommunalen Anteilseigner erfolgreich weiterentwickelt hat.“

Die Mainova hält ebenso wie Enercity und N-Ergie 20,53 Prozent an der Thügaholding. Gemeinsam halten die drei Regionalversorger die Mehrheit an dem Stadtwerkeverbund. Laut Branchenkreisen war ursprünglich bereits die Personalberatung Kienbaum mit dem Einleiten eines Rekrutierungsprozesses für die Suche nach einem künftigen Thüga-Chef beauftragt worden. Das Konsortium Integra, das von den drei großen Regionalversorgern gebildet wird, soll dann aber Alsheimer als Nachfolger vorgeschlagen haben. Der Personalausschuss hat diesem Vorschlag zugestimmt.

Alsheimer: "Thüga ist wichtiger Stabilisator kommunaler Unternehmen"

Constantin H. Alsheimer begann nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann und dem anschließenden Studium der Rechtswissenschaften seine berufliche Karriere als Rechtsassessor im Geschäftsbereich Structured Finance bei einer Investmentbank in Frankfurt am Main. Er wechselte in den öffentlichen Dienst und arbeitete als Leiter des Büros des Stadtkämmerers der Stadt Frankfurt am Main. Von 2002 bis Mitte 2006 war Alsheimer zudem Geschäftsführer der AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH. Seit 2006 ist er Mitglied des Vorstands der Mainova, seit Januar 2009 Vorsitzender dieses Gremiums. Alsheimer wird seinen am 31. Dezember 2023 auslaufenden Vertrag bei der Mainova AG nicht verlängern. Mit seiner frühzeitigen Entscheidung ermöglicht er dem Unternehmen laut Pressemitteilung ebenfalls eine geordnete Nachfolgeregelung.

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe als Vorstandsvorsitzender der Thüga, die mit ihren rund 100 Stadtwerken und Regionalversorgern eine gewichtige Rolle in der kommunalen Daseinsvorsorge hat. Gerade in der aktuell sehr schwierigen Lage, in der sich die Energiewirtschaft insgesamt befindet, ist die Thüga-Gruppe mit ihrem einzigartigen Zusammenarbeitsmodell ein wichtiger Ratgeber und Stabilisator für die kommunalen Unternehmen“, erklärt Alsheimer. „Gemeinsam mit dem exzellenten Thüga-Team und in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Thüga-Partnerunternehmen sowie den kommunalen Vertretern möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, dass auch zukünftig Stadtwerke und Regionalversorger im Wettbewerb mit den großen Konzernen bestehen können.“ (hoe)

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