Wichtige Weichenstellung für die Zukunft der Stadtwerke Aschaffenburg: Stefan Maunz (rechts) übernimmt zum Jahresbeginn die Werkleitung und die Geschäftsführung der Tochtgesellschaften von Dieter Gerlach (links). Mit auf dem Bild ist Oberbürgermeister Jürgen Herzing (SPD).

Wichtige Weichenstellung für die Zukunft der Stadtwerke Aschaffenburg: Stefan Maunz (rechts) übernimmt zum Jahresbeginn die Werkleitung und die Geschäftsführung der Tochtgesellschaften von Dieter Gerlach (links). Mit auf dem Bild ist Oberbürgermeister Jürgen Herzing (SPD).

Bild: © Stadtwerke Aschaffenburg

Stefan Maunz wird ab kommendem Jahr neuer Werkleiter des Unternehmensverbunds Stadtwerke Aschaffenburg und Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Der bisherige Geschäftsführer der Netzgesellschaft der Technischen Werke Ludwigshafen tritt in Unterfranken in große Fußstapfen.

Der 48-Jährige übernimmt die Leitungspositionen von Dieter Gerlach, der knapp 20 Jahre an der Spitze des Dienstleisters mit über 550 Beschäftigten stand. Gerlach, der den zu 100 Prozent kommunalen Eigenbetrieb in den vergangenen zwei Jahrzehnten geprägt und sich auch sich auch viele Jahre in verschiedenen Funktionen im VKU engagiert hat, wird in einer Übergangszeit bis Ende April 2023 seinem Nachfolger bei der Einarbeitung unterstützen und dann Ende April auf eigenen Wunsch ausscheiden.
 

„Herr Gerlach ist eine prägende Person in der Stadt, der nicht leicht zu ersetzen ist“, meinte Oberbürgermeiste Jürgen Herzing in einer Pressemitteilung. Nach einem aufwändigen Bewerbungsprozess sei man nun froh, dass man mit Stefan Maunz „einen hervorragenden Bewerber gefunden habe“, der auch einstimmig vom Stadtrat und Aufsichtsrat bestätigt worden sei.

"Wir sind Dienstleister seit 1860 und es wird uns auch weiterhin geben"

„Wir sind bei den Stadtwerken Langläufer und keine Sprinter. Die Stadtwerke gibt es als kommunaler Dienstleister seit 1860 und wird es auch weiterhin geben“, betonte Dieter Gerlach. Mitten in der Energiekrise, „die wir alle so noch nie erlebt hätten“, sei es besonders wichtig, mit Stefan Maunz jemanden gefunden zu haben, der in den energiewirtschaftlichen Themen absolut sattelfest sei und alles erfolgreich weiterführen könne.

Seinen Nachfolger Stefan Maunz reizt nach eigenem Bekunden vor allem die breite Aufstellung der Stadtwerke Aschaffenburg, die sowohl Versorgungssparten, den ÖPNV, die Abfallentsorgung, den Parkhausbetrieb und Bäder- und Eishallenbetrieb umfasst.

"Unternehmerisch orientierter Teamplayer"

Der gebürtige Waiblinger ist Diplom-Wirtschaftsingenieur mit über 20 Jahren Berufserfahrung in der Energiewirtschaft. Seine vorhergehenden Positionen waren bei der Netzgesellschaft TWL Netze GmbH, Ludwigshafen am Rhein, mit 260 Mitarbeitern als Geschäftsführer sowie zuvor bei der Mannheimer MVV Energie AG. Dort war er in verschiedenen Führungspositionen in den Themenfeldern Netze und Erzeugung tätig.

Maunz sieht sich als innovativen unternehmerisch orientierten Teamplayer. Er ist zuversichtlich, dass die Stadtwerke die Energiekrise meistern werden. „Ohne einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien vor Ort, dazu auch der Windkraft, kann der Ausstieg aus Atomkraft und den fossilen Energien nicht funktionieren“, betont Stefan Maunz, „vieles was ich hier sehe, entspricht genau meiner Einstellung“.

Auch wirtschaftlich übernimmt Maunz ein gut aufgestelltes Unternehmen. Die Stadt Aschaffenburg erhielt 2021 von den Stadtwerken insgesamt 12,8 Millionen Euro durch Konzessionsabgaben, die Gewinnabführung, die Erstattung von Verwaltungskosten sowie die direkte Übernahme der Verluste aus dem Betrieb der Busse und Freizeiteinrichtungen. (hoe)

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