Verdi verhandelt mit ostdeutschen Energieunternehmen über bessere Lohnverhältnisse.

Verdi verhandelt mit ostdeutschen Energieunternehmen über bessere Lohnverhältnisse.

Bild: © Lino Mirgeler/dpa

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter. Verdi ruft für diesen Mittwoch in ganz Nordrhein-Westfalen zu Arbeitsniederlegungen in Stadtverwaltungen, Kliniken, Sparkassen sowie kommunalen Entsorgern und Stadtwerken auf, wie die Gewerkschaft am Dienstag mitteilte. Auch in Kitas könnten Mitarbeiterinnen ihre Arbeit niederlegen.

Zudem ist der Nahverkehr betroffen – am Mittwoch zunächst am Niederrhein, etwa in Wesel und Moers (Niederrheinische Verkehrsbetriebe, kurz Niag). Am Donnerstag zielen die Ausstände unter anderem auf die Rheinbahn in Düsseldorf sowie auf Nahverkehrsbetriebe in Hamm und Unna.

Direkte Auswirkungen auf die Stadtwerke-Kunden

In Teilen von Rheinland-Pfalz haben Beschäftigte im öffentlichen Dienst bereits an diesem Dienstag die Arbeit niedergelegt. Wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi mitteilte, sind bisher unter anderem 110 Mitarbeiter der Mainzer Stadtwerke und 100 Beschäftige des Servicebetriebs sowie der Stadtwerke Neuwied in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Die Aktion hat demnach beispielsweise Auswirkungen auf den Kundendienst der Stadtwerke oder führe zu Verzögerungen im Entstörungsbetrieb.

Betroffen war auch der ÖPNV in der Region Ulm/Neu-Ulm. Sowohl bei Bussen als auch der Straßenbahn kommt es Ausfällen, wie die Stadtwerke mitteilten. Mehrere Linien entfallen demnach komplett. Die Fahrgäste sollen sich vor einer Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr über die Ausfälle informieren.

Verdi macht Druck

Nach anerkennenden Worten zur Leistung der Beschäftigten in Corona-Zeiten müssten die Arbeitgeber endlich Taten folgen lassen, argumentiert Verdi. In dem Tarifkampf fordert Verdi eine Einkommensanhebung von 4,8 Prozent, der Arbeitgeberseite ist das zu viel. Am 22. Oktober sollen die Verhandlungen in Potsdam weitergehen. (amo/dpa)

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