Jörg Simon ist seit über 20 Jahren Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe.

Jörg Simon ist seit über 20 Jahren Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe.

Bild: © BWB

Seit 1999 führt Jörg Simon die Berliner Wasserbetriebe (BWB). Sein Vertrag läuft nun am 1. Juli 2021 aus. Sein Ausscheiden habe persönliche Gründe. "Nach 20 Jahren ist es ganz gut, nochmal etwas anderes zu machen", sagte der 58-Jährige der „Berliner Morgenpost“. Ein Pressesprecher der BWB bestätigt die Angaben gegenüber der ZfK.

Als Simon 1999 Vorstandsvorsitzender der BWB wurde, war die Ausgangslage noch eine ganz andere. Der Berliner Senat hatte damals gerade knapp die Hälfte der Wasserbetriebe an Veolia  und RWE verkauft. Dabei war vereinbart worden, dass der private Eigentümer den Chef stellt. 2013 wurden die Berliner Wasserwerke dann reprivatisiert. Seit 2002 war der Vater von drei Kindern überdies Mitglied der Berlinwasser Holding.

Auch für die Stadtwerke zuständig

Seit 2016 sind auch die 2014 gegründeten Berliner Stadtwerke unter dem Dach der Berliner Wasserbetriebe angesiedelt. Simon hatte den Auftrag, das junge Stadtwerk aufzubauen. Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte bei der Gründung unter anderem festgelegt, dass die Stadtwerke ausschließlich erneuerbare Energien produzieren und vertreiben sollten.

Das Unternehmen investiert seitdem massiv in den Aufbau von Windrädern in Brandenburg und Fotovoltaikanlagen auf Dächern in der Stadt. Derzeit bauen die Berliner Stadtwerke Windkraftanlagen in der Nähe der Hauptstadt, die einmal 31.000 Haushalte mit Öko-Strom versorgen können.

Viel Anerkennung für seine Arbeit

Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) wollte Simon umstimmen, seinen Vertrag doch zu verlängern. Doch die Versuche waren laut Morgenpost vergebens. In Berlin wird seine Arbeit bei den Wasserbetrieben allseits geschätzt. In der Landespolitik gelten die BWB als eines der am besten geführten Beteiligungsnunternehmen. (hp)

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