(Symbolbild) Leichtbau-Batteriegehäuse aus Faserverbunden: 40 Prozent leichter als Aluminium durch den beanspruchungsgerechten Sandwichaufbau und gleichzeitig kosteneffizient durch ein neues Fertigungsverfahren.

(Symbolbild) Leichtbau-Batteriegehäuse aus Faserverbunden: 40 Prozent leichter als Aluminium durch den beanspruchungsgerechten Sandwichaufbau und gleichzeitig kosteneffizient durch ein neues Fertigungsverfahren.

Bild: © Sergii/AdobeStock

Der Autohersteller Daimler will ein Recycling-Werk errichten, um wertvolle Rohmaterialien zu sichern und neu zu nutzen. Das kündigte Vorstandschef Ola Källenius am Mittwoch auf einer Branchenkonferenz des «Handelsblatts» an.

«Wir werden auch selber eine Recycling-Fabrik bauen, damit wir diese Technologie beherrschen und auch können.» Einzelheiten zu der Fabrik nannte der aus Schweden stammende Topmanager nicht.

Bis 2030 „vollelektrisch“

Daimler wolle den Anteil von wiederverwerteten Teilen in seinen Autos schrittweise erhöhen, kündigte der Vorstandsvorsitzende an. Er sprach dabei auch Batteriezellen an. Bei Elektroautos solle es möglich sein, diese neu zu nutzen oder wieder zu verwerten. Daimler arbeite in dem Bereich mit Partnern zusammen. «Da sind große Fortschritte gemacht worden», resümierte der Daimler-Chef.

Daimler hatte im Juli deutlich mehr Ehrgeiz für den Durchbruch der eigenen E-Flotte signalisiert. Der Hersteller läutet mit der Strategie den Abschied vom Verbrennungsmotor ein. Das gesamte Mercedes-Benz-Geschäft soll auf elektrisches Fahren ausgerichtet werden. 2025 wollen die Schwaben nach früheren Angaben rund 50 Prozent ihrer Neuverkäufe mit vollelektrischen oder Plug-in-Autos erzielen. In Stuttgart bereitet man sich zudem darauf vor, bis zum Ende des Jahrzehnts «vollelektrisch zu werden» – überall dort, wo es «die Marktbedingungen zulassen». Dazu soll auch eine Zellproduktion im großen Stil aufgebaut werden. (dpa/hp)

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