Unternehmen in Deutschland sollen zu einem Coronatest-Angebot verpflichtet werden. Darauf hat sich die Große Koalition heute laut „Tagesschau.de“ geeinigt. Die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) setzen dies auf freiwilliger Basis bereits seit Ende März um und bieten ihren knapp 2000 Mitarbeitern Testmöglichkeiten an.
Ein alter Linienbus wurde dazu zu einem Test-Mobil umfunktioniert. Dieser fährt die verschiedenen Betriebsstandorte im Unternehmen (Betriebshöfe Bus/Stadtbahn, Hauptverwaltung, Fahrerteams) an.
Von 1000 Tests bisher nur zwei positiv
Alle Mitarbeiter können vor Ort einmal die Woche einen kostenlosen Antigen-Schnelltest machen. Ohne Terminvereinbarung. Bei bisher rund 1000 Tests seien lediglich zwei positiv gewesen. „Die Mitarbeiter zeigten keinerlei Symptome und hätten mutmaßlich weitere Kollegen angesteckt“, erklärt DSW21-Sprecher Frank Fligge auf Anfrage.
Die Zeit, die der Test in Anspruch nehme, gelte als Arbeitszeit. Die Federführung habe dabei das betriebliche Gesundheitsmanagement, durchgeführt werden die Tests von einem örtlichen Medizin-Dienstleister. Zusätzlich erhalten Mitarbeiter der DSW21 pro Wochen kostenlos einen Selbsttest.
Im Falle eines positiven Testergebnisses werde sofort ein zweiter Schnelltest durchgeführt. Sei auch der positiv, erfolge noch vor Ort ein PCR-Test, der dann ins Labor gehe, heißt es weiter. Die betreffenden Mitarbeiter würden in häusliche Isolation geschickt; die interne Kontakt-Nachverfolgung beginne unverzüglich.
Ausweitung auf weitere Tochtergesellschaften
Anfang April wurde das Angebot auf die Energietochter DEW21 sowie die DOKOM21 und Dortmund Hafen ausgeweitet. Ab Ende dieser Woche sollen auch zwei Standorte des Fußballbundesligisten Borussia Dortmund angefahren werden. Dieses Angebot richtet sich an die Verwaltungsangestellten des börsennotierten Sportclubs.
Perspektivisch ist auch der Aufbau einer eigenen Impfstation zur Unterstützung des städtischen Impfzentrums und der Hausärzte geplant. Dort würde man dann die Mitarbeiter des Konzerns und anderer städtischer Unternehmen, wie der Entsorgung Dortmund, impfen, „wenn genug Impfstoff da ist und wir an der Reihe sind“, so der DSW21-Sprecher. (hoe)



