Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen bei der Vorstellung des Selfservice-Projekts

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen bei der Vorstellung des Selfservice-Projekts

Bild: © EBE

Mit ihrem neuen Angebot wollen die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) erreichen, dass Wertstoffe auch nach 22 Uhr einfach abgegeben werden können. Die EBE bieten diesen Service an einer Recyclingstation in Essen in Zusammenarbeit mit Remondis Digital Services an.

Für die Nutzung des Angebots muss man die App „MAEX“ herunterladen. Nach der Anmeldung kann man den gewünschten Zeitpunkt zur Abgabe des Materials buchen. An der Recyclingstation kann man das Tor dann mittels Bluetooth öffnen.

Bundesweit meistfrequentierte Selfservice-Recyclingstation

„Bereits nach nur einem Monat haben sich weit mehr als 1130 Bürgerinnen und Bürger registriert – das übertrifft unsere Erwartungen deutlich“, sagt Ulrich W. Husemann, Geschäftsführer der EBE. „Insgesamt wurden in diesem ersten Monat von den angemeldeten Nutzern 454 Termine über die MAEX-App gebucht, was uns aus dem Stand zur meistfrequentierten Selfservice-Recyclingstation bundesweit macht.“

„So gute Werte hat das App-basierte System bislang an keinem anderen Standort erzielen können“, ergänzt EBE-Geschäftsführer Karsten Woidtke. „Wir hatten schon damit gerechnet, dass die App gut angenommen wird, weil sie einen echten Mehrwert vor allem für Berufstätige bietet, die jetzt flexibler und unabhängig von den regulären Öffnungszeiten ihre Wertstoffe abgeben können“, so Woidtke. "Aber dass der Selfservice so überragend gut angenommen wird, ist dann doch überraschend und besonders erfreulich."

Teil der Smart City

„Das Projekt ist ein Teil von ,Smart City‘, es wird bürgerfreundlicher und der neue Service ist auch ein großer Vertrauensbeweis, den wir den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber aufbringen“, hatte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen bei der Vorstellung gesagt.

Die meistfrequentierten Tage sind der Montag und der Samstag. Fast 70 Prozent der abgegebenen Abfallfraktionen sind Grünschnitt, gefolgt von Altpapier, Pappe und Kartons (17 Prozent), Hartkunststoffen wie Wäschekörben, Bobbycars oder Gartenmöbeln (7 Prozent) und schließlich Altmetall/Eisenschrott.

Ausweitung wird geprüft

Die in der MAEX-App ebenfalls angebotene Service-Hotline wurde trotz des für Essen komplett neuen Systems kaum benötigt, in allen Fällen konnten die Fragen am Telefon schnell geklärt werden. „Was uns besonders froh macht: Nahezu alle Nutzer der Hotline haben sich sehr positiv über den Selfservice geäußert. Auch in unseren Social-Media-Kanälen und per E-Mail haben wir viel positives Feedback zu unserem innovativen Angebot erhalten“, so Husemann.

Insgesamt prüfen die EBE noch bis Ende Februar 2025, ob die zur Einführungsphase angebotenen Zeiten passen und ob die vom EBE-Mitgesellschafter Remondis entwickelte App zukünftig vielleicht auch an anderen Essener Recyclinghöfen oder -stationen eingesetzt werden kann. (hp)

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