Das Bundeswirtschaftsministerium hatte Anfang April mitgeteilt, dass Hausbauer ab dem 20. April neue Anträge für eine staatliche Förderung energiesparender Neubauten stellen können.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte Anfang April mitgeteilt, dass Hausbauer ab dem 20. April neue Anträge für eine staatliche Förderung energiesparender Neubauten stellen können.

Bild: © Bill Mead/Unsplash

Ohne zehntausende zusätzliche Hände werden Deutschland die Energiewende nicht schaffen, schreibt Constantin Eis, CEO des Ökostromanbieters Lichtblick an Robert Habeck. Eis ist Initiator eines offenen Briefes an den grünen Wirtschafts- und Klimaminister. "Damit möchten wir die Initiativen der Regierung für eine Überwindung des Fachkräftemangels unterstützen und unsere Bereitschaft signalisieren, mit allen Beteiligten zügig Lösungen umzusetzen."

Neben Lichtblick haben sich auch die Chefs des Solarunternehmens 1KOMMA5°, des Heizungsbauers Thermondo, des Netzwerks PowerUs Installion und weiterer Energiewende-Unternehmen ein "konzentriertes Vorgehen bei der Überwindung des Fachkräftemangels" vorgeschlagen. Ausreichend qualifiziertes Personal sei entscheidend, um das enorme Potential von Klimaschutz-Technologien zu heben, heißt es unter anderem in dem offenen Brief.

Schnellqualifizierungen gefordert

Die Unterzeichner schlagen darin etwa vor, dass Bundesregierung, Arbeitsagentur und die Branche im Schulterschluss Schnellqualifizierungen für PV-Installateure auf den Weg bringen, die sich an geringqualifizierte Arbeitnehmer*innen bzw. Arbeitssuchende wenden. Entsprechende Schulungsmaterialien der Industrie lägen vor.

Mit dieser Maßnahme könnten in den kommenden 12 bis 24 Monaten mehrere tausend neue Energiewende-Arbeitskräfte qualifiziert werden – als Ergänzung zum bewährten dualen Ausbildungsweg, heißt es weiter. Eine abgeschlossene Schnellqualifizierung könnte zudem als Eintrittskarte für die Ausbildung zur Fachkraft dienen.

Ausbildungskapazitäten schaffen

Die Unterzeichner schlagen weiterhin eine Image-Kampagne für Energiewende-Jobs, attraktive Angebote für Studien- und Schulabbrecher sowie Erleichterungen bei der Zuwanderung von Fachkräften vor. Ein zentrales Anliegen der beteiligten Unternehmen sei zudem die Etablierung eines neuen Ausbildungsschwerpunkts Energiemanagement, in dem die Kompetenzen für Wärme (SHK-Installateur) und Strom (Elektriker) gebündelt werden.

Nur so könne die intelligente Kopplung von Strom und Wärme im Eigenheim bei der Installation von PV, Speicher, Wärmepumpe und Energiemanagement-System praktisch umgesetzt werden. Die Bundesregierung sollte hier gemeinsam mit Bildungsträgern sowie Handwerk und Industrie ausreichend Ausbildungskapazitäten schaffen, heißt es vonseiten der Unterzeichner. (jk)

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