Ein Pipeline-Stück der Erdgaspipeline Eugal wird mit Hilfe von Seitenbaumkränen bei Anklam ins Erdreich verlegt.

Ein Pipeline-Stück der Erdgaspipeline Eugal wird mit Hilfe von Seitenbaumkränen bei Anklam ins Erdreich verlegt.

Bild: © Stefan Sauer/dpa

In Groß Polzin bei Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sind am Dienstag die ersten Rohre mit einem Durchmesser von 1,4 Metern für die Erdgaspipeline Eugal im Nordosten verlegt worden. In Brandenburg und Sachsen hatten die Arbeiten bereits begonnen. Die Leitung soll nach ihrer Fertigstellung russisches Erdgas aus der Ostseepipeline Nord Stream 2 ins europäische Gasnetz speisen, sagte ein Sprecher des Energieunternehmens Gascade. Vor der Verlegung der Rohre in Groß Polzin sei der Mutterboden abgetragen worden, der anschließend wieder aufgeschüttet werde.

Mit der rund 480 Kilometer langen Leitung von Lubmin, wo Nord Stream 2 endet, sollen jährlich 55 Mrd. Kubikmeter Gas durch Brandenburg und Sachsen an die tschechische Grenze transportiert werden. An mehreren Knotenpunkten auf diesem Weg wird Eugal mit bestehenden Pipelines verbunden. Die Leitung verläuft weitgehend parallel zur bereits bestehenden Opal-Pipeline. Die Baukosten für das Projekt, das voraussichtlich Ende 2020 abgeschlossen sein soll, beziffert Gascade auf knapp drei Mrd. Euro, sagte der Sprecher.

Oberverwaltungsgericht schmettert Klage ab

Ebenfalls am Dienstag hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg in einem Eilverfahren den Weiterbau der Gaspipeline Eugal erlaubt. Die Klage eines Vorsitzenden eines Flugsportvereins, der einen Flugplatz für Ultraleichtflugzeuge betreibt und auf dem Gelände der Trasse schon mit der Errichtung einer Halle begonnen hatte, werde voraussichtlich keinen Erfolg haben, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Beschluss. Das Interesse der Allgemeinheit an einer zeitnahen Realisierung des Projekts überwiege.

Im August hatte das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe den Planfeststellungsbeschluss an die Bau- und Betreibergesellschaft Gascade, einer Tochter von BASF und der russischen Gazprom, übergeben. (dpa/al)

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