Der EWE-Aufsichtsrat um seinen Vorsitzenden Bernhard Bramlage wird in den kommenden Wochen entscheiden, welcher der Bieter neuer Minderheitsaktionär beim Energieversorger wird.

Der EWE-Aufsichtsrat um seinen Vorsitzenden Bernhard Bramlage wird in den kommenden Wochen entscheiden, welcher der Bieter neuer Minderheitsaktionär beim Energieversorger wird.

Bild: © EWE AG

Der Aufsichtsrat der Oldenburger EWE AG hat sich in der vergangenen Woche neu konstituiert. Dabei wurde Bernhard Bramlage (SPD-Landrat des Kreises Leer) als Vorsitzender des Kontrollgremiums bestätigt. Auch seine Stellvertreter Carsten Hahn (1. Stellvertreter), Heiner Schönecke (2. Stellvertreter), Johann Wimberg (3. Stellvertreter) und Gelsenwasser-Chef
Henning Deters (4. Stellvertreter) werden ihre Ämter fortführen.

Große Herausforderungen in den vergangenen Jahren

Zuvor waren die einzelnen Mitglieder des 20-köpfigen Gremiums gewählt worden. Auf der Arbeitgeberseite gab es dabei keine personellen Veränderungen in dem Gremium, auf Seiten der Arbeitnehmer hingegen wurden vier neue Mitglieder entsandt: Christian Blömer, Frank Gawrischtschuk, Stefanie Koch und Paul Schneider. Verabschiedet wurden hingegen Thomas Windgassen (EWE), Eckhard Dibke (swb) und Claus Christ (EWE NETZ). Vor allem in den zurückliegenden beiden Jahren hatte das Gremium besondere Herausforderungen zu bewältigen, darunter die Prüfung von Korruptionsvorwürfen bei EWE Netz (Staatsanwaltschaft und externe Gutachter fanden keine Anhaltspunkte), die Spendenaffäre und die juristische Auseinandersetzung um den ehemaligen EWE-Chef Matthias Brückmann sowie die Neubesetzung des Amtes des Vorstandesvorsitzenden sowie von zwei lange vakanten Vorstandsposten.
Mit dem Amtsantritt von Personalvorstand Marion Rövekamp Anfang diesen Monats ist das Führungsteam der EWE AG komplett, bereits Mitte Januar hatte der neue Vorstandsvorsitzende Stefan Dohler seine Arbeit in Oldenburg aufgenommen.

Städte und Landkreise halten Mehrheit an EWE AG

Die EWE AG befindet sich mehrheitlich im Besitz von 21 Städten und Landkreisen aus dem Ems-Weser-Elbe-Bereich. Diese haben sich zu einem Zweckverband, dem Ems-Weser-Elbe Versorgungs- und Entsorgungsverband (EWE-Verband), zusammen geschlossen. Dieser EWE-Verband hält mittelbar über seine kommunalen Beteiligungsunternehmen die Mehrheit der Anteile an der EWE AG. Die Weser-Ems-Energiebeteiligungen GmbH (WEE) besitzt 64 Prozent der Kapitalanteile, die Energieverband Elbe-Weser Beteiligungsholding GmbH (EEW) 20 Prozent.
EWE selbst hält zehn Prozent. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG wird sich bis 2019 von ihrem Anteil in Höhe von sechs Prozent trennen. Derzeit wird ein neuer strategischer Partner gesucht. (hoe)

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