Der ehemalige CEO der EnBW verstärkt ab sofort das Team des Hamburger Wasserstoff Scale-ups Eternal Power. „Frank Mastiaux ist mit seiner Expertise und Erfahrung im Energiebereich ein enormer Gewinn für Eternal Power. Dass wir ihn von unserer Vision überzeugen konnten, sehen wir als Rückenwind für unsere strategische Ausrichtung an“, lässt sich Robert Meitz, Mitgründer von Eternal Power, in einer Pressemitteilung zitieren.
Mastiaux ist überzeugt, dass grüner Wasserstoff ein elementarer Pfeiler für den weltweiten Klimapfad ist. Dementsprechend werde sich hier ein globaler Markt substantieller Größe entwickeln. Der integrierte Ansatz von Eternal Power, bei dem die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt werde, sei ein strategischer Erfolgsfaktor.
Globale Wertschöpfungsketten aufbauen
Mastiaux wird das Management beim Aufbau globaler Wertschöpfungsketten beraten, heißt es aus Hamburg. Er werde sich sowohl im Ausbau internationaler Produktionsstandorte als auch bei strategischen und organisatorischen Fragestellungen aktiv einbringen und so die Entwicklung von Eternal Power mitgestalten.
Der promovierte Chemiker galt bereits weit vor dem Pariser Klimaabkommen und der Gaskrise als Experte für erneuerbare Energien. Zehn Jahre stand er an der Spitze von EnBW. Zuvor baute Mastiaux bei Eon den Geschäftsbereich für erneuerbare Energien auf und aus, nachdem er zuvor mehrere Führungspositionen innerhalb einer 15-jährigen Tätigkeit in internationalen Unternehmen der Öl- und Gasindustrie innehatte.
Gesamte Wertschöpfungskette im Blick
Eternal Power deckt die gesamte Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff und seine Derivate wie Ammoniak oder Methanol ab und will so zu einem der weltweit führenden Hersteller für den klimafreundlichen Energieträger werden. Angefangen bei der Flächensicherung von geeigneten Produktionsstätten über die Elektrolyse und Logistik bis hin zum Abnehmer arbeitet das Scale-up daran, grünen Wasserstoff wettbewerbsfähig zu machen.
„Ab 2026 wird Eternal Power grünen Wasserstoff produzieren und damit einen Beitrag zur Energieunabhängigkeit Deutschlands und Europas sowie zur Klimaneutralität der Industrie und Wirtschaft leisten. Vor allem für die schwer dekarbonisierbaren Bereiche wie die Stahl- und Chemieindustrie oder die Schifffahrt ist grüner Wasserstoff der Energieträger der Zukunft“, erläutert Mitgründer Moritz Schwencke.
Eternal Power fordert Investitionssicherheit
Bei dem Vorhaben von Eternal Power geht es auch um einen Wettlauf mit der Zeit: „Jeder Tag, an dem wir keine Projekte voranbringen, ist ein Tag mehr in der Abhängigkeit fossiler Brennstoffe. Agilität, Kompetenz und Vernetzung sind daher Vorteile, die wir als Eternal Power in diesen Wettlauf einbringen können“, sagt Schwencke. Das sei auch ein Appell in Richtung der Verantwortlichen in Berlin und Brüssel, schnell und unbürokratisch für Investitionssicherheit zu sorgen. (amo)



