Freuen sich über den am 7. November 2019 verliehenen Deutschen Betriebsrätepreis in Bronze: Jens Herrmann-Kambach (rechts) für den Konzernbetriebsrat der Leipziger Gruppe als dessen Vorsitzender sowie Konzernschwerbehindertenvertreter Frank Pertzsch.

Freuen sich über den am 7. November 2019 verliehenen Deutschen Betriebsrätepreis in Bronze: Jens Herrmann-Kambach (rechts) für den Konzernbetriebsrat der Leipziger Gruppe als dessen Vorsitzender sowie Konzernschwerbehindertenvertreter Frank Pertzsch.

Bild: © Bertram Bölkow/LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft

Der Konzernbetriebsrat sowie die Konzernschwerbehindertenvertretung der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (Holding der L-Gruppe) hat am Donnerstag in Bonn auf dem Deutschen Betriebsrätetag den "Deutschen Betriebsrätepreis 2019" in Bronze erhalten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Veranstalters hervor.

Mit der Auszeichnung würdigte die Jury aus Gewerkschaftern, darunter DGB-Chef Reiner Hoffmann, Wissenschaftlern und einem Berater unter der Schirmherrschaft von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) eine "Konzernbetriebsvereinbarung Inklusion", die die Arbeitnehmervertretungen mit der Konzerngeschäftsführung geschlossen hatten.

Mehr als eine "Inklusionsvereinbarung"

Das Besondere daran hatte bei der Nominierung zum Preis der Konzernschwerbehindertenvertreter Frank Pertzsch herausgearbeitet: "Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter der Leipziger Gruppe haben sich ja nicht nur auf eine ,Inklusionsvereinbarung‘, sondern auf eine ,Konzernbetriebsvereinbarung Inklusion‘ verständigt. Letztere ist deutlich stärker – nämlich rechtlich verbindlich und einklagbar."

Welche Ziele die Konzernleitung mit der Vereinbarung verfolgt, das beschrieb damals der Sprecher der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor der Leipziger Gruppe, Michael Theis, so: "Die Konzernvereinbarung Inklusion gilt für alle Unternehmen der Leipziger Gruppe, bis zu den Enkelunternehmen. Sie alle zeigen sich damit noch deutlicher als verlässlicher sozialer Arbeitgeber, als Ort für Chancengleichheit. Wir geben damit das Signal, dass Menschen mit Einschränkungen bei uns herzlich willkommen sind. Was für uns zählt, ist die Arbeitseinstellung."

Auf einem Treppchen mit Siemens und Merck

Mit dem Bronzepreis standen die Arbeitnehmervertreter des Kommunalversorgers mit seinen 4700 Beschäftigten auf demselben Treppchen wie der Gesamtbetriebsrat des Siemens-Standorts München mit seinen Kollegen vom Tübinger Betriebsrat, der Gold erhielt, und dem Betriebsrat von Merck in Darmstadt, der mit Silber ausgezeichnet wurde (ausführlicher: gedruckte ZfK 9/2019, Seite 33, nur im Abo erhältlich). (geo)

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