Seit 1. November ist Oliver Daun (52) nicht mehr nur Chef der Stadtwerke im ostwestfälischen Herford, sondern übergangsweise auch Leiter der städtischen Holding HVV (Herforder Versorgungs- und Verkehrsbeteiligung), einer hundertprozentigen Tochter der Kommune.
Die Stelle war vakant geworden, weil Vorgänger Matthias Möllers zum Bürgermeister der Gemeinde Altenbeken (ebenso Nordrhein-Westfalen) gewählt worden war. Daun führt seit drei Jahren die Stadtwerke.
Der 52-Jährige steht so lange an der Spitze der Holding, bis die Stadt einen neuen Geschäftsführer bestellt hat. Das kann mehrere Monate dauern.
Schwergewicht Stadtwerke
Die HVV ist mehrheitlich oder gar zu 100 Prozent an zwölf Unternehmen beteiligt. Darunter befinden sich etwa die Stadtverkehr Herford GmbH und die Kultur Herford GmbH. Das Unternehmen mit dem größten Gewicht innerhalb des Verbunds sind die Stadtwerke, wie aus dem jüngsten Jahresabschluss des kommunalen Unternehmens hervorgeht.
Corona-Auswirkungen
Daun übernimmt eine coronabedingt angeschlagene Holding. Die Stadtwerke schätzen, dass sie wegen erheblicher Verluste etwa bei den selbst betriebenen Bädern kaum bis gar keine Gewinne an die Stadt ausschütten können.
Auch die fehlende Einnahmen durch rückläufigen Stromabsatz schmerzen. Die Holding selbst rechnet mit deutlichen Verlusten bei ihren Töchtern, die für Kultur und den Museumsbetrieb zuständig sind. (ab)



