Die Stadtbusse der Hanauer Straßenbahn sagen dem Coronavirus den Kampf an: mit einem UV-C Luftreiniger. (Symbolbild)

Die Stadtbusse der Hanauer Straßenbahn sagen dem Coronavirus den Kampf an: mit einem UV-C Luftreiniger. (Symbolbild)

Bild: © Detlef Sundermann/HSB

In der Tarifrunde für die Beschäftigten in den kommunalen hessischen Nahverkehrsbetrieben konnte nach langwierigen Verhandlungen ein Tarifabschluss erzielt werden. Er beinhalte deutliche Verbesserungen, insbesondere für die Fahrerinnen und Fahrer sowie für die Beschäftigten in den Werkstätten, sagt der Verhandlungsführer des KAV Hessen, Geschäftsführer Thomas Wissgott, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF). „Die kommunalen Nahverkehrsbetriebe in Hessen sind damit an die Grenze ihrer Belastbarkeit gegangen. Dies war möglich, da die lange Laufzeit von 42 Monaten den Nahverkehrsbetrieben Planungssicherheit verschafft, die gerade in der aktuellen Situation von besonderer Bedeutung ist“ betonte Wissgott. 

Von einem insgesamt ausgewogenen Abschluss sprach auch Burkhard Albers, der Verbandsgeschäftsführer des KAV Hessen.

Gestaffelte Sonderzahlung

Der Tarifabschluss beinhaltet im Kalenderjahr 2020 eine einmalige Corona-Sonderzahlung von bis zu 1000 Euro (gestaffelt nach Entgeltgruppen). Die Tabellenentgelte werden ab dem 1. April 2021 um einen Festbetrag von 99 Euro und ab 1. April 2022 um einen weiteren Festbetrag von 99 Euro erhöht. Über alle Entgeltgruppen und Stufen liegt die prozentuale Steigerung bei knapp 6 Prozent.

Beschäftigte mit einer Betriebszugehörigkeit von mindestens 10 Jahren erhalten ab dem Kalenderjahr 2022 einen Entlastungstag (ohne Entgeltausgleich). Bis zu zwei weitere Entlastungstage können ab dem Kalenderjahr 2022 bei einer Betriebszugehörigkeit von mind. 10 Jahren gegen eine Reduzierung der Entgelterhöhung vom April 2022 um 0,5 Prozentpunkte je Entlastungstag genommen werden. Der Tarifabschluss hat eine Mindestlaufzeit von 42 Monaten (bis 31. Dezember 2023). Die Ankopplung an die Entgeltentwicklung zum TVöD wird bis zum 31. Dezember 2022 ausgesetzt. 

Mehrkosten von knapp 16 Mio. Euro

Die Tarifeinigung führt bei den kommunalen Nahverkehrsbetrieben in Hessen zu Mehrkosten von rund 15,9 Mio. Euro. Die Gewerkschaft Verdi hatte Forderungen von insgesamt über 30 Prozent erhoben. Dies hätte bei den kommunalen Nahverkehrsbetrieben in Hessen zu jährlichen Mehrkosten von rund 60 Mio. Euro geführt. (amo)

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