68 Prozent der Fach- und Führungskräfte glauben laut einer Studie an die Beschleunigung von Entscheidungen durch flache Hierarchien.

68 Prozent der Fach- und Führungskräfte glauben laut einer Studie an die Beschleunigung von Entscheidungen durch flache Hierarchien.

Bild: © Fotogestoeber/stock.adobe.com

Die „Women in Workplace“-Studie vom HR-Tech-Entwickler HiBob zeigt, dass Frauen nicht so stark von New Work profitieren, wie es vielleicht zu erwarten wäre. 57 Prozent der befragten Frauen in Deutschland sagen laut dem Unternehmen, dass moderne Arbeitsmodelle mit flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice es ihnen ermögliche, ihre eigene Zeit auf private Aufgaben und Karriere besser aufzuteilen. Fast ein Drittel der Umfrage-Teilnehmerinnen gebe jedoch an, dass sie noch immer den Löwenanteil an Familien- und Hausarbeit leisten – egal, wie flexibel ihre Arbeitszeiten seien, teilt HiBob mit.

 

Flexibilität hilft Frauen zwar, allerdings nicht bei der Karriere. Weniger als die Hälfte der befragten Frauen habe laut der Mitteilung im vergangenen Jahr eine Beförderung, Gehaltserhöhung oder zusätzliche Benefits erhalten. Leistungen wie beispielsweise Elternzeit bei vollem Gehalt, Unterstützung für stillende Mütter und Frauen in der Menopause sind 39 Prozent der Befragten aus ihren Unternehmen unbekannt. Knapp ein Viertel der Umfrage-Teilnehmerinnen bemängelt die fehlende Gehaltstransparenz in ihrem Unternehmen.

Eine weitere Zahl, die ins Auge sticht: 40 Prozent der Umfrage-Teilnehmerinnen sagt, dass ihnen am Arbeitsplatz schon einmal das Gefühl gegeben wurde, weniger qualifiziert zu sein, weil sie Frauen sind. Insbesondere ältere Mitarbeiterinnen hätten dies bereits erlebt.

Work-Life-Balance werde sich verschlechtern

Ein Drittel aller Befragten rechne laut HiBob damit, dass sich ihre Work-Life-Balance im Jahr 2023 weiter verschlechtert. 39 Prozent der Umfrage-Teilnehmerinnen spielen deshalb in diesem Jahr mit dem Gedanken an eine Kündigung oder haben im vergangenen Jahr bereits das Unternehmen verlassen. Die meistgenannten Gründe für einen Jobwechsel seien laut der Umfrage ein besseres Gehalt (42 Prozent) und mehr Flexibilität (40 Prozent) sowie passendere Unternehmenswerte (30 Prozent) gewesen.

Melanie Wagner, Country Managerin DACH von HiBob, sagt dazu: "Arbeitgebende dürfen in diesen rauen Zeiten ihre qualifizierten Mitarbeiterinnen nicht zurücklassen." Darum müssten neue Ansätze her, um auf Frauen "einzugehen und ihnen eine moderne, sichere und fördernde Umgebung zu bieten". Die Studienergebnisse zeigen, dass Arbeitgebende die richtigen Werkzeuge dafür bereits "in der Hand" hielten. Dazu zählen: "Sichtbare Verpflichtung zu mehr Chancengleichheit und Gleichberechtigung, Gehaltsparität, ausgewogene Besetzung der Führungsrollen, frauenspezifische Benefits, flexible Arbeitszeiten und freie Entscheidung über den Arbeitsort", betont Wagner. (gun)

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