Rainer Hegmann leitet noch die Region Rhein-Ruhr der Infrastruktur-Sparte von Innogy in Wesel. Er wird am 1. Oktober 2019 Co-Geschäftsführer der Stadtwerke Wesel und am 1. Januar 2020 deren Alleingeschäftsführer.

Rainer Hegmann leitet noch die Region Rhein-Ruhr der Infrastruktur-Sparte von Innogy in Wesel. Er wird am 1. Oktober 2019 Co-Geschäftsführer der Stadtwerke Wesel und am 1. Januar 2020 deren Alleingeschäftsführer.

Bild: © Innogy

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Wesel hat Rainer Hegmann einstimmig zum 1. Oktober zum neuen Geschäftsführer bestellt. Der Prokurist und Leiter der Region Rhein-Ruhr in der Infrastruktur-Sparte von Innogy folgt in einem gleitenden Übergang Franz Michelbrink nach, der zum Jahresausklang in Ruhestand geht. Das berichtet die "Rheinische Post" aus der Pressekonferenz nach der einschlägigen Aufsichtsratssitzung. Der niederrheinische Kommunalversorger und der künftige Chef bestätigten der ZfK die Berufung.

Hegmann wies die Tendenz in dem Zeitungsbericht zurück, dass die Berufung einen Interessenkonflikt offenbare, weil er auf Seiten von Innogy die Gründung einer gemeinsamen Netzgesellschaft mit der Stadt Wesel mitverhandelt habe und auch deren Geschäftsführer werden wolle. Das Weseler Verteilnetz gehört noch der Innogy Netze Deutschland GmbH, sie ist der Altkonzessionär. Er, so Hegmann zur ZfK, habe sich seit seiner Bewerbung als Geschäftsführer aus den Verhandlungen zurückgezogen. Im Übrigen habe Innogy bereits mit 70 Kommunen eine solche Partnerschaft, und die Verhandlungen in Wesel seien noch im Gange. Der Aufsichtsrat will zum Projekt "gemeinsame Netztochter" jetzt erst mal ein Gutachten einholen. Hegmann ist Geschäftsführer solcher Stromnetzgesellschaften von Innogy und Kommunen in Kranenburg, Goch und Kevelaer.

30 Jahre lang im RWE-Konzern

Laut Wesels CDU-Fraktionschef Jürgen Linz beruht die "einstimmige" Entscheidung pro Hegmann in dem Kontrollgremium, in dem auch Gelsenwasser und die Sparkasse sitzen, auf einem Vorschlag von Union und SPD. Auch ein anderer aussichtsreicher Bewerber, der bei einem weit entfernten Stadtwerk Chef sei, habe eine gemeinsame Netzgesellschaft befürwortet. Der künftige Übergang der Innogy-Infrastruktur-Sparte zu Eon spielt laut Zeitung keine Rolle bei den Verhandlungen.

Hegmann, Anfang 50, ist bisher drei Jahrzehnte lang im RWE-Konzern beschäftigt: im Stromvertrieb, im Aufbau und Betrieb von Stromnetzen sowie in Konzessionsverhandlungen mit Kommunen. Als erstes absolvierte er eine technische Ausbildung, und seine Konzernkarriere unterbrach er für Studium und Abschluss in elektrischer Energietechnik. Der künftige Chef ist gebürtiger Weseler, wohnt und arbeitet auch jetzt schon in der Kreisstadt.

Bei örtlicher Klimawende helfen

Über seine Strategie bei den Stadtwerken verriet Hegmann gleichwohl der Regionalzeitung Folgendes:

  • den Preiskampf beim Strom nicht bis zuletzt mitmachen,
  • den Mehrwert als Versorger für die Region herausstellen, auch über Sponsoring,
  • bei der lokalen CO2-Emissionsminderung helfen. (geo)
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