Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) ist neuer Präsident beim Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Der 50-Jährige wurde am Dienstag vom Vorstand einstimmig gewählt, wie der Verband und die Landeshauptstadt mitteilten.
Kämpfer folgt dem früheren Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD), der mit seiner Ernennung zum Innenminister von Rheinland-Pfalz aus dem Ehrenamt ausgeschieden ist. Das Ehrensamt an der Spitze der Kommunalwirtschaft wird auf vier Jahre gewählt
Kommunalwirtschaft ist Stabilitätsanker
"Die kommunalen Unternehmen halten Deutschland am Laufen, denn nichts passiert, wenn es nicht vor Ort geschieht", sagte Kämpfer. "Die kommunalen Unternehmen versorgen die Bürgerinnen, Bürger und Wirtschaft mit Energie, Wasser und schnellem Internet. Sie entsorgen Abwasser und Abfall sicher und verlässlich. Sie stellen Bäder und ÖPNV bereit, kümmern sich um saubere Straßen."
Daseinsvorsorge sei ein harter Standortfaktor für die Wirtschaft und eine tragende Säule für den sozialen Zusammenhalt und Lebensqualität. "Gerade jetzt in Zeiten der Energiekrise und des Klimawandels bemerken wir noch stärker, dass die hinter der Daseinsvorsorge stehende Kommunalwirtschaft eine ganz besondere Verantwortung trägt: Sie ist ein Stabilitätsanker", so der neue VKU-Präsident.
Politisch breit vernetzt
"Mit Ulf Kämpfer haben wir eine starke Persönlichkeit als neuen Präsidenten gewinnen können, der schon seit langem zur kommunalen Familie gehört und mit kommunalen Angelegenheiten exzellent vertraut ist", sagte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.
Als Mitglied im Präsidium des Deutschen Städtetages, Oberbürgermeister der Stadt Kiel und dank seiner langjährigen Erfahrung als früherer Staatssekretär im schleswig-holsteinischen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume sei Kämpfer politisch breit vernetzt und kenne zudem die verschiedenen politischen Akteure und Ebenen bestens. (jk, mit dpa-Material)



