Der ostdeutsche Kraftwerksbetreiber Leag verkleinert seinen Vorstand und schneidet die Ressorts neu zu. Zudem erhält er zwei neue Mitglieder. Dem hätten die Aufsichtsräte in ihrer Sitzung am Mittwoch zugestimmt, teilt das Cottbuser Unternehmen mit.
Feststeht, dass Andreas Huck (52) im Mai in den Vorstand wechselt. Er soll den Aufbau und die Entwicklung neuer Geschäftsfelder sowie die Digitalisierung der Leag verantworten. Huck ist derzeit Finanzchef beim hessischen Elektrotechnik-Spezialisten Friedhelm Loh Group.
Bündelung von Bergbau und Kraftwerken
Philipp Nellessen (44) wiederum soll im September in den Vorstand eintreten. Er soll das Ressort Bergbau von Uwe Grosser übernehmen, der nach Ablauf seines Vertrags das Unternehmen verlässt. In den kommenden beiden Jahren will die Leag den Bergbau- und Kraftwerksbereich in einem Ressort Produktion bündeln.
Nellessen war zuletzt beim Stahlkonzern Thyssenkrupp für den Anlagenbau, darunter Bergbau und Kraftwerke, in Afrika und dem Mittleren Osten verantwortlich.
Vier statt fünf Vorstände
Wer neben Grosser aus dem Vorstand ausscheiden wird, geht aus der Presseaussendung nicht hervor. Dort heißt es lediglich, dass das Leitungsgremium künftig aus vier Mitgliedern bestehen soll. Leag will den Wechsel innerhalb von 24 Monaten umsetzen.
Aktuell umfasst der Vorstand fünf Mitglieder. Heißt: Zwei weitere Mitglieder müssten infolge der Umstrukturierung weichen. Für das Ressort Kraftwerke ist bislang Hubertus Altmann zuständig. Dazu kommen laut Internetauftritt Vorstandsvorsitzender Helmar Rendez, Finanzvorstand Markus Binder und Personalchef Jörg Waniek.
"Sinnvolle und notwendige Schritte"
"Die klare Fokussierung auf neue Geschäftsfelder und die Konzentration von Bergbau- und Kraftwerksbetrieb in einem Ressort sind sinnvolle und notwendige Schritte, um die Leag für die kommenden Aufgaben in der sich wandelnden Energieregion gut aufzustellen", lässt sich Leag-Chef Rendez zitieren. Er erhofft sich dadurch "noch mehr Schwung" bei der Entwicklung des Unternehmens in neuen Geschäftsfeldern auf Basis eins "profitablen und hocheffizienten Kerngeschäftes". (ab)



