Von Julian Korb
Stühlerücken im Energiehandel: Baywa Re hat Desiree Mirabella zur neuen Geschäftsführerin der Handelstochter Baywa Re Energy Trading ernannt. Sie bildet gemeinsam mit Sven Nels künftig die Führungsspitze der Gesellschaft.
Mirabella ist dabei für den kaufmännischen Bereich zuständig, wie das Unternehmen mitteilt. Als Geschäftsführerin folgt sie auf Markus Burger, der das Unternehmen zum 31. März 2024 aus privaten Gründen verlassen hat. Bayawa Re Energy Trading ist für den Energiehandel in Deutschland zuständig.
Bereichsleiterin bei Mainova
"Desiree Mirabella ist eine ausgewiesene Expertin in den Bereichen Energiehandel und Risikomanagement", lässt sich Matthias Taft, CEO von Baywa Re, in einer Mitteilung zitieren. "Mit ihrer langjährigen Erfahrung hat sie die besten Voraussetzungen, um die positive Entwicklung der Baywa Re Energy Trading GmbH voranzutreiben."
Nach einer Ausbildung zur Bankkauffrau absolvierte Mirabella demnach ein Studium der Volkswirtschaftslehre. Danach war sie zehn Jahre lang beim Frankfurter Energieversorger Mainova tätig und bekleidete dort verschiedene Führungspositionen im Back- und Middle Office. Zuletzt hatte sie die Bereichsleitung des Energiehandels inne.
Einer der größten Direktvermarkter
"Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und darauf, das weitere Wachstum der Baywa Re Energy Trading sowohl national als auch international zu begleiten", lässt sich Mirabella zitieren. Die optimale Vermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien und Batteriespeichersystemen sei "Grundlage für den Erfolg der Energiewende" und den "ambitionierten Ausbau von Wind und PV" in den kommenden Jahren.
Das Energiehandelsunternehmen gehört zu den größten Direktvermarktern in Deutschland. Das Unternehmen will sich nach eigenen Angaben neben der Direktvermarktung und PPAs in den kommenden Jahren auf den Ausbau der Batteriespeichervermarktung fokussieren. Baywa Re betreut nach eigener Aussage Anlagen mit einer Leistung von über 10,5 Gigawatt.
Zuletzt hatte der Mutterkonzern Baywa wegen finanzieller Schwierigkeiten einen Sparkurs verordnet, der Energiehandel soll aber unverändert fortgeführt werden.
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