Guntram Pehlke, Vorsitzender der VKU-Landesgruppe in Nordrhein-Westfalen

Guntram Pehlke, Vorsitzender der VKU-Landesgruppe in Nordrhein-Westfalen

Bild: © DSW21

Der Aufsichtsrat der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) hat Guntram Pehlke für weitere fünf Jahre zum Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzenden der Aktiengesellschaft sowie zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der Stadtwerke Holding GmbH wiederbestellt. Die Bestätigung erfolgte laut Pressemitteilung mit "breiter Mehrheit". Pehlkes fünfte Amtszeit beginnt am 1. Juli 2021. Der 60-Jährige, der seit März letzten Jahres ehrenamtlich auch als VKU-Vizepräsident tätig ist, steht seit Oktober 2006 an der Spitze des Vorstands der DSW21. Zuvor war Pehlke seit dem Jahr 2000 als Kämmerer der Stadt Dortmund tätig.

In den Wochen vor Pehlkes erneuter Ernennung hatte es laut der Lokalzeitung "Ruhrnachrichten" Unstimmigkeiten zwischen dem Finanzausschuss der Stadt Dortmund und dem Aufsichtsrat der DSW21 gegeben. Der Finanzausschuss hatte sich offenbar aus politischem Kalkül und mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen und einen möglichen Wechsel an der Stadtspitze einstimmig dafür ausgesprochen, die Personalie von der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung vom 30. September zu nehmen und den neu gewählten Rat in seiner ersten Sitzung im November über die Personalie abstimmen zu lassen. Pehlke hat aber einen Anspruch darauf, neun Monate vor Ablauf des Vertrages zu erfahren, ob dieser verlängert wird.

OB Sierau: Entscheidung liegt beim Aufsichtsrat

Mit Blick auf diese Vorgeschichte betonte der scheidende Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) in der Pressemitteilung nochmals, dass der Vorstand der DSW21 durch den Aufsichtsrat bestellt werde. Die einschlägigen Bestimmungen des Aktiengesetzes und des Mitbestimmungsgesetzes überlagerten die Regelungen der Gemeindeordnung NRW. Bundesrecht breche Landesrecht.

In seiner Rolle als Vorsitzender des Rates setze Sierau sich dennoch für die Steuerungsfunktion der politischen Vertretung ein, heißt es weiter. Sierau hatte bei den Kommunalwahlen im September nicht mehr für den Oberbürgermeistenposten kandidiert. Auch Guntram Pehlke erklärte, ihm sei es „sehr wichtig, dass der Rat der Stadt Dortmund zu meiner Bestellung votiert. Gewünscht hätte ich mir ein solches Votum schon vor der Aufsichtsratssitzung“. Aufgrund der zeitlichen Abläufe soll das Thema nun in der nächsten Ratssitzung am 8. Oktober 2020 behandelt werden.

Stadtwerke-Konzern neu ausgerichtet

Pehlke hat den Stadtwerke-Konzern in den zurückliegenden 14 Jahren strategisch neu ausgerichtet. In seine Amtszeit fallen laut Pressemitteilung unter anderem die Restrukturierung des Tochterunternehmens DEW21, die Konsolidierung städtischer Töchter wie der Wohnungsgesellschaft DOGEWO21, die Etablierung von DOKOM21 als innovativem und leistungsstarkem Treiber der Digitalisierung sowie die erfolgreiche Realisierung einiger Leuchtturm-Projekte der Stadtentwicklung (Phoenix-See, Stadtkrone-Ost, Hohenbuschei).

Beteiligungs-Portfolio breit aufgestellt

Auch die wirtschaftlich positive Entwicklung am Dortmund Airport21 habe Pehlke als dessen Aufsichtsratsvorsitzender eng begleitet. Der Flughafen habe sein operatives Defizit im Jahr 2019 bei einem Rekord von 2,72 Millionen Fluggästen auf 0,4 Mio. Euro reduzieren können und wäre ohne die negativen Effekte der Corona-Pandemie 2020 erstmals in die Gewinnzone geflogen. Darüber hinaus habe Pehlke die Dortmunder Stadtwerke mit den Beteiligungen an DEW21, RWE, Steag und neuerdings auch Eon als Player in der Energiebranche breit aufgestellt, heißt es. (hoe)

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