Der langjährige für Energiepolitik zuständige Wirtschaftsstaatssekretär Rainer Baake kehrt auf die Berliner Bühne zurück und wird Direktor einer neuen Stiftung für Klimapolitik, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Samstagsausgabe). Die Berliner Stiftung Klimaneutralität wolle als Denkfabrik Wege zur europäischen Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 aufzeigen. Der 64-jährige frühere beamtete grüne Staatssekretär im Umwelt- und Wirtschaftsministerium sei auch einer der Gesellschafter der Stiftung, schreibt die FAZ weiter. Als Geldgeber fungiere die US-Stiftung Climate Imperative, hinter der das Politikberatungsunternehmen Hal Harvey stehe.
Für Teile der Branche eine Reizfigur
Baake war seit Anfang 2014 beamteter Wirtschaftsstaatssekretär und dort für die Abteilungen Energie- und Europapolitik zuständig. Er galt als Vordenker einer kompromisslos forcierten - und stark auf Strom fokussierten - Energiewende, war aber in Teilen der Energiewirtschaft und –politik zuletzt zu einer Reizfigur geworden. Auf deutliche Kritik stieß etwa sein klares Votum für einen Energy-Only-Markt, der mit einer Absage an einen Kapazitätsmarkt verknüpft ist. Auch die schwindende Rolle von Erdgas in den Überlegungen für die Transformation der Energieversorgung wurde damals von den Kritikern Baakes Einfluss zugeschrieben.
Nach dem Abgang Baakes und einer zehnmonatigen Vakanz des Postens im Wirtschaftsministerium übernahm schließlich am 1. Februar 2019 Andreas Feicht die Position des beamteten Staatssekretärs für Energie und Digitales. (hil)



