Die Stadtwerke Bad Belzig stecken in der größten Krise ihrer Geschichte. Doch es gibt auch Hoffnung. Auf dem Bild ist St. Marien, das Wahrzeichen Bad Belzigs, zu sehen.

Die Stadtwerke Bad Belzig stecken in der größten Krise ihrer Geschichte. Doch es gibt auch Hoffnung. Auf dem Bild ist St. Marien, das Wahrzeichen Bad Belzigs, zu sehen.

Bild: © Holger.L.Berlin/AdobeStock

Die Stadtwerke Bad Belzig (SWBB) bekommen eine neue Doppelspitze. Wie die Lokalredaktion der Märkischen Allgemeinen schreibt, wird der Remondis-Manager Jan Dworacek das Unternehmen gemeinsam mit Thomas Tanneberg führen. Eckhard Schindelhauer, der die SWBB aktuell gemeinsam mit Tanneberg leitet, soll laut dem Bericht wieder in seinen alten Posten als technischer Leiter und Prokurist zurückkehren.

Jan Dworacek kommt vom Recyclingunternehmen Remondis. Nach MAZ-Informationen ist er bereits vor Ort, um die Fusion des Stadtwerks vorzubereiten. Der künftige Stadtwerke-Chef hat nach eigenen Angaben im Rahmen einer früheren Tätigkeit viele Stadtwerke deutschlandweit beraten. Offenbar soll er bei der SWBB die Finanzbuchhaltung, das Controlling sowie die Sparten Trink- und Abwasser verantworten.

Millionenschweren Schaden verursacht

Ende 2021 hatten die Stadtwerke Bad Belzig einen Insolvenzantrag stellen müssen. Dem waren offenbar Spekulationsgeschäfte des damaligen Geschäftsführers Hüseyin Evelek vorausgegangen, die zu einem millionenschweren Schaden geführt hatten.

Noch befinden sich die Stadtwerke Bad Belzig im Insolvenzverfahren. Der amtierende Bürgermeister Roland Ernicke hofft laut der MAZ, dass dieses bald abgeschlossen wird.

Remondis: Stadtwerke sind ein solides Unternehmen

Im Juli 2022 wurde bekannt, dass Remondis seine Fühler in Richtung Bad Belzig aussstreckt. Remondis halte die Stadtwerke Bad Belzig für ein grundlegend "solides und gutes Unternehmen", hatte ein Konzernsprecher damals auf ZfK-Nachfrage gesagt. Der Entsorger wolle das Unternehmen in der jetzigen Form erhalten und als privater Partner einen ganz neuen Investitionshorizont bieten, was etwa die Themen Energiewende und Dekarbonisierung betreffe, hieß es seinerzeit. (amo)

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