Eine repräsentative G DATA Umfrage zum Reiseverhalten zeigt, dass bei jedem zweiten Deutschen ein Smartphone oder Tablet der Firma mit im Gepäck ist. Unterwegs ist frei verfügbares WLAN im Café oder an anderen öffentlichen Orten verlockend, denn es verspricht eine stabile und schnelle Verbindung und kostet nichts. 82,4 Prozent der Reisenden mit Dienstgerät nutzen das öffentliche WLAN, so das Ergebnis der Umfrage. Und nur jede*r Zweite setzt auf eine sichere Verbindung mit einem Virtual Private Network, kurz VPN.
Damit steigt das Risiko enorm, dass Cyberkriminelle Zugang zu Firmendaten bekommen. Frei verfügbare WLAN-Netze sind in der Regel nicht verschlüsselt oder passwortgeschützt. So könnten sich ungebetene Gäste zwischen Nutzer*in und Zugriffspunkt schalten und E-Mails, Kreditkartendaten oder Log-in-Daten für das Firmennetzwerk mitlesen. Außerdem besteht die Gefahr, dass Cyberkriminelle Schadsoftware auf das Gerät schleusen.
Tim Berghoff, Security Evangelist bei G DATA CyberDefense.
„Unternehmen sollten nicht auf eine VPN-Software verzichten, wenn sie die Möglichkeit bieten, Smartphones und Tablets auch privat zu nutzen“, sagt Tim Berghoff, Security Evangelist bei G DATA CyberDefense. „Öffentliche WLAN-Netze zum Surfen oder USB-Anschlüsse zum Laden können riskant sein. Um die Mitarbeitenden für die Gefahren im Urlaub zu sensibilisieren und eine höhere Sicherheit zu gewährleisten, bieten sich zum Beispiel auch Security Awareness Trainings an.“
Fünf Tipps für den digitalen Reisekoffer
- Backups machen: Vor Reiseantritt sind Datensicherungen von wichtigen Informationen, Fotos und Kontakten sinnvoll. Durch Sicherung auf einem Speichermedium oder in der Cloud lassen sich diese im Falle eines Geräteverlusts schnell wiederherstellen. Generell gilt: So wenig vertrauliche Daten wie möglich mit in den Urlaub nehmen.
- Security-Software installieren: Eine leistungsfähige Sicherheitslösung gehört zur Grundausstattung jedes PCs und Mobilgeräts. Neben einem effektiven Virenschutz sollte diese auch einen Spam-Filter, eine Firewall und einen Echtzeitschutz gegen Online-Bedrohungen umfassen. Wenn das Handy abhanden kommt, lassen sich so Daten häufig auch aus der Ferne löschen.
- Updates durchführen: Ein aktuelles Betriebssystem sowie Updates von Anwendungen und Apps schließen kritische Sicherheitslücken. Angriffe laufen somit ins Leere und der Computer oder das mobile Gerät bleiben sicher.
- VPN-Software installieren: VPN sorgt für eine sichere Verbindung durch eine verschlüsselte Übertragung von Daten. Diese sind von außen nicht einsehbar und können von Cyberkriminellen nicht entschlüsselt werden.
- Powerbank oder USB-Kondom einpacken: USB-Ladestationen bieten Cyberkriminellen viel Raum, um Schaden anzurichten. Eine Alternative zu öffentlichen Ladeorten ist die eigene Powerbank. USB-Ladestationen sollten nur mit einem USB-Kondom genutzt werden. Es schützt beim Aufladen vor Datenableitung und wird zwischen Ladekabel und Buchse gesteckt, sodass nur der Strom zum Aufladen fließt.
Für die Urlaubs-Umfrage ließ die G DATA CyberDefense AG im Juni 2023 insgesamt 1.000 Internetnutzer*innen aus Deutschland befragen. Die repräsentative Kurzumfrage führte die OmniQuest GmbH durch. (ah)



