Jochen Fischer verlässt zum Jahresende die Stadtwerke Müllheim-Staufen. Aus privaten Gründen wechselt er zu den Stadtwerken Ettlingen im Landkreis Karlsruhe. Weil die Müllheimer und die Staufener die Energiepolitik ihrer Städte selbst bestimmen wollten, gründeten beide zusammen 2009 eigene Stadtwerke. Fischer wurde 2010 als erster hauptamtlicher Geschäftsführer verpflichtet. Er richtete den noch jungen kommunalen Versorger strikt nach den Prinzipien der regenerativen Energien aus. Ein Nachfolger für ihn steht noch nicht fest.
Fischer sagt: „Ich bin dankbar dafür, dass es uns gelungen ist, in zehn Jahren ein vertikal integriertes Stadtwerk aufzubauen, das regenerativ, wirtschaftlich stabil, leistungsfähig und innovativ im Markt positioniert werden konnte. Dies wäre ohne unsere hoch engagierte Belegschaft und einen zukunftsgerichteten Aufsichtsrat nicht möglich gewesen – ich möchte diese Zeit nicht missen.“ Die Stadtwerke Müllheim-Staufen versorgen aktuell mehr als 30.000 Kunden und erzielen einen Umsatz von rund 70 Millionen Euro jährlich.
Größere Aufgaben
Der heute 51-jährige Fischer stammt aus Nordbaden, seine Familie lebt in Karlsruhe. Er möchte ab Anfang 2021 näher bei seiner Familie sein. Mit den Stadtwerken Ettlingen kann er zudem einen größeren Betrieb als Geschäftsführer leiten: „In Ettlingen erwartet mich eine sehr agile Stadt und ein hervorragend aufgestelltes Stadtwerk, das von Eberhard Oehler fast 30 Jahre lang äußerst erfolgreich geleitet wurde. Hier trete ich in große Fußstapfen, die es auszufüllen gilt. Es ist für mich ein besonderes Privileg, solch ein Unternehmen mit seiner Gesamtbelegschaft managen zu dürfen.“ (sig)



