Das im Bau befindliche Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Herne hat seit Montag einen Erdgasanschluss. Das teilte Kraftwerksbetreiber Steag per Presseaussendung mit.
Konkret ist das Kraftwerk nun an eine 23 Kilometer lange Leitung angebunden, die Fernleitungsbetreiber Thyssengas in zwei Jahren verlegte. Die neue Leitung verläuft vom Anbindungspunkt in Datteln bis zum Standort in Herne. Das Projekt war für Thyssengas nach eigenen Angaben eines der größten Neubauvorhaben in den vergangenen Jahren.
Strom und Wärme erzeugen
Das Gaskraftwerk in Herne soll nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten. Es soll etwa 600 MW Strom und 400 MW Wärme erzeugen. Das entspricht einem Gesamtnutzungsgrad des Energieträgers Erdgas von 85 Prozent.
Damit ist das neue Kraftwerk nach Angaben der Steag eine der effizientesten und umweltfreundlichsten GuD-Anlagen weltweit.
Betriebnahme für 2022 geplant
Die Anlage soll im Sommer 2022 in Betrieb gehen. Sie soll das am selben Standort befindliche Steag-Steinkohlekraftwerk ablösen, für welches das Unternehmen eine Stilllegung beantragt hat. (aba)



