Nur ein Drittel der Unternehmen führt Schulungprogramme für Führungskräfte durch, um Kompetenzen für die hybride Arbeitswelt zu entwickeln.

Nur ein Drittel der Unternehmen führt Schulungprogramme für Führungskräfte durch, um Kompetenzen für die hybride Arbeitswelt zu entwickeln.

Bild: © Sebastian Gollnow/dpa

Das Immobilienberatungsunternehmen Wüest Partner hat in einer neuen Studie an 47 Standorten untersucht, ob diese sich als Bürostandort eignen. Die Ergebnisse sollen zeigen, dass das Homeoffice und veränderte Bürokonzepte zwar an Bedeutung gewinnen, das klassische Büro aus Unternehmenssicht jedoch weiterhin relevant bleibt, wie die Beratung mitteilt.

Für das Homeoffice sprechen demnach für 57,4 Prozent der Befragten die Zeitersparnis, gefolgt von den Faktoren ruhiges Arbeiten und verbesserte Work-Life-Balance mit jeweils rund 34 Prozent. Dagegen sahen rund 19 Prozent der Befragten Vorteile für die Unternehmen aufgrund des geringeren Flächenbedarfs und der geringeren Betriebskosten. Jedoch seien über ein Drittel der Befragten (36,8 Prozent) von keinem der genannten Gründe, die für das Homeoffice sprechen, wirklich überzeugt.

Im Büro effizienter arbeiten

Dabei glaubte über ein Drittel (33,4 Prozent) der Befragten, dass der Koordinationsaufwand für Besprechungen im Homeoffice zu hoch sei. Über 30 Prozent von ihnen sind zudem überzeugt, dass die Mitarbeitenden vom Büro aus effizienter arbeiten, heißt es.

Für 28 Prozent der Teilnehmenden spricht auch die sinkende Identifikation mit dem Unternehmen beim Fehlen des regelmäßigen Kontaktes zu anderen Mitarbeitenden gegen das Homeoffice.

Ein Drittel kann sich Vergrößerung der Büroflächen vorstellen

Diese Entwicklungen sollen sich auf den zukünftigen Bedarf an Büroflächen auswirken: Knapp 74 Prozent der Befragten geben demnach das gestiegene Interesse am Homeoffice als möglichen Grund für die Verkleinerung der Büroflächen an, gefolgt von einer Kostenreduktion durch kleinere Räumlichkeiten (44,6 Prozent).

Dagegen können sich 38,8 Prozent der Teilnehmenden eine Vergrößerung der Büroflächen vorstellen, wenn diese verbesserte Arbeitsumstände für die Mitarbeitenden bewirkt.

Gute Erreichbarkeit für Büro wichtig

Als wichtigsten Faktor bei der Büroflächenauswahl nannten knapp 60 Prozent der Befragten die Arbeitsplatzqualität. Gute Erreichbarkeit (57,7 Prozent) stand an zweiter Stelle. Ein großzügiger Empfangsbereich (2,9 Prozent) oder beeindruckende Architektur des Standorts (11,9 Prozent) wurden als weniger wichtig beurteilt. Auch eine günstige Büromiete blieb mit 16,5 Prozent hinter anderen Kriterien zurück.

"Obwohl große Veränderungen in der Bürolandschaft bereits im Gange sind, ist in absehbarer Zukunft nicht damit zu rechnen, dass Büros vor Ort stark an Relevanz verlieren", erklärt Andreas Pörschke, Partner und Geschäftsführer, Wüest Partner. (jk)

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