Werner Albrecht ist seit November 2013 Geschäftsführer Personal, Immobilien und Bäder bei den Stadtwerken München (SWM).

Werner Albrecht ist seit November 2013 Geschäftsführer Personal, Immobilien und Bäder bei den Stadtwerken München (SWM).

Bild: © Maik Kern/Stadtwerke München

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke München (SWM) hat beschlossen, die Geschäftsführung des kommunalen Versorgers wieder zu erweitern. So soll es wieder ein fünftes Mitglied geben, nachdem diese Position aktuell nicht besetzt war, wie die Stadtwerke mitteilen. Das fünfte Geschäftsführungsressort soll zudem einen neuen Zuschnitt erhalten und sich gezielt um den Ausbau von erneuerbaren Energien kümmern.

Damit sollen lokale Aktivitäten vor allem in den Bereichen Photovoltaik und Ladelösungen für E-Mobilität sowie Geothermie, Fernwärmeausbau und Wärmepumpen gestärkt werden, heißt es. Die vier aktuellen Ressorts Vorsitzender Geschäftsführung, Personal/Immobilien/Bäder, Mobilität sowie Technik sollen erhalten bleiben.

Vertrag mit Albrecht nicht verlängert

Zudem hat der Aufsichtsrat entschieden, die Stelle des Geschäftsführers für Personal, Immobilien, Bäder der SWM neu ausgeschrieben. Der Vertrag von Werner Albrecht als Geschäftsführer endet somit zum regulären Vertragsende am 31. Oktober 2023.

"Ich bedauere diese Entscheidung", lässt sich Albrecht in einer Presseaussendung zitieren. "Denn die Stadtwerke München haben in den letzten Jahren eine sehr gute Entwicklung genommen. Gleichzeitig stehen sie vor großen Herausforderungen. Ich hätte gerne meine Expertise eingebracht, um den eingeschlagenen Weg fortzusetzen."

Personalberater unterstützen bei der Suche

Der Personalausschuss des Aufsichtsrats ist nun für den Prozess der Auswahl verantwortlich. Beide Positionen werden ausgeschrieben, zur Unterstützung der Suche wird ein Personalberatungsunternehmen eingeschaltet, heißt es weiter.

Das Amt von Geschäftsführer*innen der Stadtwerke München ist aufgrund der Unternehmensgröße per Gesetz auf maximal fünf Jahre befristet. Sowohl über eine Neubestellung als auch eine Wiederbestellung entscheidet der Aufsichtsrat. Eine Verlängerung der Amtszeit ist innerhalb des letzten Jahres der Fünf-Jahres-Frist möglich, wie der Versorger erläutert.

Unzufrieden mit der Wärmewende

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet soll die Erweiterung der Geschäftsführung auf Wunsch der Grünen erfolgen, im Einvernehmen mit der SPD. Die CSU soll dabei strikt dagegen sein. Die Koalition will auf diese Weise bei der Energie- und vor allem bei der Wärmewende schneller vorankommen als bisher.

Nach den Recherchen der überregionalen Zeitung sollen mehrere Parteien unzufrieden darüber sein, in welchem Tempo die Stadtwerke in der Stadt und im näheren Umland die Photovoltaik ausbauen. Die Grünen setzen sich außerdem dafür ein, dass mehr Windkraftanlagen genehmigt werden. Vor allem aber solle der oder die neue Geschäftsführerin dafür sorgen, dass das Potenzial der Geothermie mit mehr Wucht genutzt werde. (jk)

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