Beschäftigte mit Homeoffice-Möglichkeit haben weniger Krankentage als Beschäftigte ohne diese Arbeitsmöglichkeit. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor.
Demnach hatten einer Statistik aus dem Jahr 2021 zufolge Beschäftigte im Homeoffice im Durchschnitt 7,9 Fehltage in den vergangenen 12 Monaten. Bei Beschäftigten ohne Homeoffice waren es 12,9 krankheitsbedingte Fehltage. Grundlage ist eine Befragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).
Jüngere nutzen Homeoffice häufiger
Aus der Antwort geht auch hervor, dass Arbeiten im Homeoffice vor allem ein Phänomen höherer Einkommensgruppen ist: In der höchsten Einkommensgruppe nutzten den Angaben zufolge 86,8 Prozent im Jahr 2021 Homeoffice, in der niedrigsten waren es 25,7 Prozent.
Nach Altersstufen gestaffelt, zeigt sich, dass jüngere Beschäftigte (bis 39 Jahre) das Homeoffice mit einem Anteil von rund 51 Prozent deutlich häufiger nutzen als ältere Beschäftigte (55 bis 67 Jahre) mit einem Anteil von rund 41 Prozent.
Mehr Überstunden zuhause
Zudem gaben diejenigen, die im Homoffice arbeiten, häufiger an, mehr als zwei Überstunden pro Woche zu leisten. "Dieser Zusammenhang ist über alle Gruppen sichtbar", schreibt die Bundesregierung. "Eine Ausnahme stellen Beschäftigte mit hohen Einkommensgruppen beziehungsweise Beamtinnen und Beamte dar, bei denen sich kaum Unterschiede hinsichtlich der Vereinbarung zu Telearbeit und Homeoffice zeigen."
Es müsse aber berücksichtigt werden, dass Beschäftigte mit einer solchen Vereinbarung häufiger "ein hohes berufliches Anforderungsniveau, eine höhere Ausbildung und eine höhere berufliche Stellung" hätten. Auch übten sie "deutlich häufiger geistige Tätigkeiten mit Informations- und Kommunikationstechnologien" aus und seien "deutlich seltener hohen physischen Belastungen ausgesetzt". (jk)



