Christian Feuerherd macht hausintern Karriere.

Christian Feuerherd macht hausintern Karriere.

Bild: © Vattenfall

Christian Feuerherd übernimmt zum 1. September 2022 von Tanja Wielgoß die Rolle als Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Wärme Berlin AG. Feuerherd ist seit rund 20 Jahren im Unternehmen.  Derzeit ist er Leiter des Vertriebs für Stadtwärme und dezentrale Energielösungen beim größten Geschäftsbereich von Vattenfall in Berlin und somit bereits Teil der Unternehmensleitung.

Der 46-Jährige begleitete in den vergangenen 15 Jahren verschiedene leitende Positionen bei Vattenfall. Damit bringt Feuerherd, ursprünglich ausgebildeter Bankkaufmann und studierter Bankbetriebswirt, eine breite kaufmännische, energiewirtschaftliche und technische Expertise mit in seine neue Position.

Wielgoß geht zum 1. September

Wielgoß und Vattenfall trennen sich „im besten Einvernehmen“ zum 1. September, heißt es in einer Pressemitteilung des Versorgers.

„Christian Feuerherd treibt seit vielen Jahren die Entwicklung der Vattenfall Wärme zu einem fossilfreien Unternehmen maßgeblich mit an und gestaltet die Transformation des Unternehmens entscheidend mit. Er hat unser Wärmegeschäft wesentlich weiterentwickelt und unter anderem für Wachstum im Bereich unserer dezentralen und nachhaltigen Wärmelösungen gesorgt. Ich bin überzeugt davon, dass Christian als profunder Kenner unseres Berliner Wärmegeschäfts dies in den derzeit besonders komplexen Zeiten nachhaltig weiterentwickeln wird“, lässt sich Martijn Hagens, Leiter des Wärmegeschäfts bei Vattenfall in Schweden, den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland, zitieren.

Große Aufgaben auf der Agenda

Feuerherd blickt nach eigenen Angaben mit großer Freude, aber auch mit Demut auf seine neue Aufgabe. Die großen vor uns liegenden Herausforderungen könnten nur gemeinsam mit der Berliner Politik, Gesellschaft und Wirtschaft bewältigt werden. Auf Feuerherds Agenda steht die Versorgungssicherheit von 1,3 Millionen Berliner Haushalten in der kommenden Heizperiode ganz oben. Er will aber auch weiterhin an der zügigen Dekarbonisierung der Erzeugungsanlagen arbeiten.“

In Berlin betreibt die Vattenfall Wärme Berlin AG mit rund 1700 Mitarbeitern das größte Stadtwärmenetz Westeuropas mit rund 1,3 Millionen angeschlossenen Wohneinheiten. Über insgesamt 2000 Kilometer Trassenleitungen werden die angeschlossenen Immobilien mit 80 bis 135°C warmen Wasser versorgt. Dieses wird in den Häusern in Nutzwärme für Heizung und Gebrauchswarmwasser umgewandelt.

Vattenfall denkt über einen Verkauf nach

Im Mai wurde bekannt, dass Vattenfall sein Berliner Wärmegeschäft einer strategischen Neubewertung unterzieht, um zu entscheiden, ob das Unternehmen Eigentümerin bleibt und selbst das Geschäft bis 2040 dekarbonisiert oder es in Gänze verkauft. (amo)

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