Die Unternehmen der Wasserwirtschaft haben zum Teil große Probleme, freie Stellen adäquat zu besetzen.

Die Unternehmen der Wasserwirtschaft haben zum Teil große Probleme, freie Stellen adäquat zu besetzen.

Bild: © Bernd Geller/AdobeStock

Die Bedeutung der Wasserwirtschaft als Kernaufgabe staatlichen Handelns muss in Politik und Öffentlichkeit wieder bewusster gemacht werden. Darüber hinaus muss bei potenziellen Nachwuchskräften das Interesse an der Branche und ihren Aufgaben deutlich gesteigert werden. Diese Forderungen haben die Fachverbände der Wasserwirtschaft und die Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) in einem gemeinsamen Statement hervorgehoben.

Abwechslungsreich, neueste Technik, im Dienst der Gesellschaft und der Umwelt, auch langfristig zukunftssicher – die Arbeitsplätze in der Wasserwirtschaft könnten in vielen Bereichen punkten, stellen VKU, BDEW, DVGW, DWA und BWK (Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau) sowie die LAWA fest. Trotzdem trifft der Fachkräftemangel auch und besonders diese Branche.

Großes Demografieproblem

Dieser bereits heute spürbare Mangel werde sich mittelfristig weiter verschärfem. In vielen Unternehmen scheiden in den nächsten Jahren eine Vielzahl an Mitarbeitern altersbedingt aus. Dabei haben sie heute schon zum Teil große Probleme, freie Stellen adäquat zu besetzen.

Ergänzend zu den individuellen Anstrengungen der einzelnen Arbeitgeber und ergänzend zu den verschiedenen Initiativen der Fachverbände der Wasserwirtschaft bedürfe es gemeinsamer bundes- und branchenweiter Anstrengungen, um Synergien zu nutzen und die Sichtbarkeit der Wasserwirtschaft im Konkurrenzkampf um Fachkräfte zu erhöhen, heißt es in dem Statement. Deshalb sollten Bund und Länder, vertreten durch die LAWA, sowie die Fachverbände der Wasserwirtschaft einen Runden Tisch zur Fachkräftesicherung und -qualifizierung für die Wasserwirtschaftsbranche einschließlich der Wasserwirtschaftsverwaltungen einrichten.

Finanzierungsfragen müssen gelöst werden

Als Teil eines „Employee Brandings“ sollte mit geeigneten Instrumenten bundesweit die Bedeutung der Wasserwirtschaft stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung gebracht werden. Soweit hierfür finanzielle Mittel benötigt werden, sollten alle Beteiligten entsprechende Finanzierungsmöglichkeiten oder Fondslösungen prüfen. (hp)

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