Eva Kreienkamp muss die BVG vorzeitig verlassen.

Eva Kreienkamp muss die BVG vorzeitig verlassen.

Bild: © BVG/ Oliver Lang

Der Aufsichtsrat der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hat den Vertrag von BVG-Chefin Eva Kreienkamp nicht verlängert. Damit steht fest, dass die 60-Jährige ihren Posten Ende September 2023 räumen muss. Wie die dpa auf Anfrage von der Berliner Wirtschaftsverwaltung erfuhr, habe der BVG-Aufsichtsrat beschlossen, eine Vertragsverlängerung "nicht zu empfehlen".

Wie die „Berliner Morgenpost“ schreibt, soll das Kontrollgremium mit den Führungsqualitäten der Managerin unzufrieden sein. Sie soll „isoliert“ arbeiten und nicht der Typ Mensch sein, den ein Unternehmen wie die BVG mit rund 16.000 Mitarbeitern brauche, heißt es in der Regionalzeitung weiter.  

Von Mainz nach Berlin

Kreienkamp kam im Oktober 2020 von der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) zur BVG. Bei der MVG war sie Geschäftsführerin. Die Diplom-Mathematikerin folgte auf Sigrid Nikutta, die zum Jahresanfang 2020 zu DB Cargo gewechselt war.

Bei der MVG habe Kreienkamp wesentlich die Digitalisierung des kommunalen Verkehrs bei der Mainzer Mobilität sowie große Infrastrukturprojekte vorangetrieben, hieß es damals in einer Meldung der BVG. Außerdem habe sie die ausgelagerte Fahrergesellschaft mit der MVG unter einem gemeinsamen Tarifvertrag in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern vereint.

Auf Mobilität spezialisiert

Vor ihrer Tätigkeit bei MVG baute Kreienkamp als Geschäftsführerin der RDC Deutschland sowie CEO der Hamburg-Köln-Express für die Railroad Development Corporation aus Pittsburgh einen privaten Mitbewerber der Deutschen Bahn im Schienenpersonen-Fernverkehr auf. Internationale Führungsaufgaben in Finanzen, Betriebswirtschaft und Vertrieb übernahm sie unter anderem bei der Berlinwasser Holding und der Allianz SE. (amo)

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