Die Norwegerin Maria Moræus Hanssen, Jahrgang 1965, ist seit Mai und noch bis Dezember 2019 Deputy CEO des gleichzeitig fusionierten Öl- und Gasförderunternehmens Wintershall Dea, einer Tochter von BASF und Letter One.

Die Norwegerin Maria Moræus Hanssen, Jahrgang 1965, ist seit Mai und noch bis Dezember 2019 Deputy CEO des gleichzeitig fusionierten Öl- und Gasförderunternehmens Wintershall Dea, einer Tochter von BASF und Letter One.

Bild: Wintershall Dea/Ludwig Schöpfer

Maria Moræus Hanssen, seit Mai Chief Operating Officer (COO) und stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Wintershall Dea, wird das Unternehmen zum Jahresende verlassen – Ziel: neue ungenannte Herausforderungen. Dies geht aus einer Mitteilung des Öl- und Gasförderers mit Hauptsitz in Kassel vom Mittwoch hervor. Der Besetzungsprozess für Ihre Nachfolge läuft demnach schon.

Der Mehrheitsaktionär BASF sowie der weitere Aktionär Letter One dankten der Norwegerin für ihren "bedeutenden" Beitrag sowohl für Wintershall Dea als auch für eines der Vorgängerunternehmen. Bei der Dea (früher Deutsche Erdoel AG) war die Ölingenieurin nämlich bis zur Fusion der BASF-Tochter Wintershall mit der Letter-One-Tochter Dea diesen Mai seit Anfang 2018 die Chefin gewesen. Seit den 90er-Jahren hatte Frau Hanssen leitende Funktionen bei großen und kleineren Energiekonzernen inne, meist im Upstream-Geschäft und mit Schwerpunkt Norwegen: erst bei Hydro, dann bei Statoil (heute Equinor), (BP) Aker und GDF Suez/Engie, wo sie zuletzt Business-Unit-Chefin des internationalen Explorations-und-Produktions(E&P)-Geschäfts war.

Wintershall Dea vor Gang an die Börse

Bis zu ihrem Ausscheiden bei Wintershall Dea wird Maria Moræus Hanssen weiter die Business Units der Region EMEA (Europe–Middle East–Africa) sowie die "Merger Integration" leiten, also die Integration der beiden fusionierten Unternehmen.

BASF und Letter One hatten die Fusion ihrer jeweiligen Töchter Wintershall und Dea Ende 2017 bekanntgegeben und diesen Mai umgesetzt. Die neue Gesellschaft soll im zweiten Halbjahr 2020 in Frankfurt an die Börse gebracht werden, schreibt die "Börsen-Zeitung". BASFs Aktienanteil wird demnach durch den Börsengang von fast 73 Prozent auf eine knappe Mehrheit sinken. Im Nachgang werde sich der Dax-Konzern von weiteren Anteilen trennen, zitierte das Finanzblatt Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel. Das "Handelsblatt" spricht vom Ausstieg der BASF aus dem Upstream-Geschäft, in das sie sich 1969 eingekauft hatte.

Über das nächste berufliche Ziel der 1965-Jahrgängerin Hanssen ist nichts bekannt. Sie hat je einen Abschluss in Ölingenieurwesen aus Norwegen und in Ölmanagement aus Frankreich und sitzt seit diesem April im Aufsichtsrat der schwedischen Tochter des französischen Landmaschinenherstellers Alfa Laval. Das geht aus ihrem Profil im Karriereportal Linked-in hervor. (geo)

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