Die Berliner Stadtreinigung (BSR) hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2030 ein Zero-Waste-Konzept zu realisieren. Unter anderem dafür ist das Unternehmen auf das Know-how der MINT-Studiengänge angewiesen. Gerade die Kompetenzen der Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bilden das Rückgrat der modernen Wirtschaft und sind der Motor für Innovationen und Fortschritt.
Gemäß einer Studie des Instituts für deutsche Wirtschaft geht die Zahl der MINT-Studierenden jedoch derzeit zurück. Unter dem Motto „Zusammen ein Ganzes“ wirbt die BSR mit einer Recruiting-Kampagne gezielt um Absolventen aus diesen Bereichen.
Kooperation für duale Studiengänge
Am Tag des dualen Studiums am 23. März präsentierte sich die BSR deshalb zusammen mit knapp 80 Unternehmen und Behörden auf dem Campus der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin Lichtenberg. Thomas Klöckner, Pressesprecher aus dem Stabsbereich Strategie der BSR, berichtete von der seit rund 20 Jahren bestehenden Zusammenarbeit mit der HWR Berlin. „Wir sind Unternehmenspartnerin in dualen Studiengängen in den MINT-Fachrichtungen Informatik, Wirtschaftsinformatik und Bauingenieurwesen“, so Klöckner.
„Die BSR ist ein zukunftsorientiertes Unternehmen und für die HWR Berlin ein hervorragender Partner“, bekräftigt auch Thorsten Kurzawa, Dekan des Fachbereichs Duales Studium für Wirtschaft und Technik der HWR Berlin. Die Rückmeldungen der dual Studierenden seien sehr erfreulich. Besonders hebt er die Absolvent:innen hervor, die ihr Berufsleben nach dem dualen Studium gern bei der BSR fortsetzten. „Eine bessere Bestätigung dafür, dass unsere Kooperation erfolgreich ist, gibt es nicht.“
Datenauswertung in der Straßenreinigung
Auf die MINT-Absolvent:innen warten bei der BSR interessante Tätigkeiten. Zum Beispiel in der Datenauswertung: Die Stadtreinigung sammelt eine enorme Menge an Informationen über die Abfall- und Recyclingströme der Stadt. Diese Daten müssen analysiert und interpretiert werden, um effektive Entscheidungen treffen zu können. Hier kommen MINT-Abgänger ins Spiel, die sich mit Datenanalyse, Machine Learning oder Statistik auskennen.
Oder bei der Entwicklung neuer Technologien: Die BSR setzt bereits heute auf moderne Technologien wie zum Beispiel Elektrofahrzeuge, intelligente Mülltonnen und Sortierroboter. Doch es gibt noch viel Potenzial für weitere technologische Innovationen, die zur Erreichung des Zero-Waste-Ziels beitragen können. Außerdem benötigt das Unternehmen Fachleute in der Öffentlichkeitsarbeit und Bildung, die komplexe Zusammenhänge verständlich erklären können und sich mit modernen Kommunikations- und Bildungstechnologien auskennen.
Positive Reaktionen der Studierenden
Die sieben Studierenden auf dem Messestand der BSR auf dem HWR-Campus unterstrichen jedenfalls die Zufriedenheit mit dem Ausbildungsunternehmen. Zunächst habe sie der gute Ruf und die Übernahme von Studiengebühren überzeugt. Darüber hinaus sei die Kommunikation im Unternehmen nicht nur transparent, sondern auch wertschätzend.
Niklas Hardix, Student für Technisches Facility Management, verwies auf die angebotenen Fortbildungen und eine „gesunde Fehlerkultur“. „Das spiegelt für mich wider, wie sich die BSR um die fachliche Weiterbildung der Mitarbeiter:innen kümmert“, so Hardix.
Sein Kommilitone, der angehende Wirtschaftsinformatiker Björn Kerneker, fügte hinzu: „Man hat das Gefühl, dass man jeden fragen kann und sich die Kolleg:innen um einen kümmern.“ Auf die Frage, inwieweit sie sich nach ihrem Abschluss eine Arbeitsperspektive bei der BSR vorstellen könnten, ertönte ein einhelliges „Ja“. (Ariane Friedländer/hp)



