Windkraft macht trotz Rückgängen den größten Teil des Direktvermarktungsportfolios von Quadra Energy aus.

Windkraft macht trotz Rückgängen den größten Teil des Direktvermarktungsportfolios von Quadra Energy aus.

Bild: © AdobeStock/Arman

Mit diesem Artikel startet die ZfK-Winterserie 2025/2026 zum Thema Direktvermarktung. In den kommenden Wochen folgen eine Reihe von Grafiken, Analysen und Interviews mit großen Direktvermarktern. Außerdem wird der ZfK-Überblick zur Direktvermarktung aktualisiert. Sie sind Direktvermarkter und wollen ebenfalls gelistet werden? Dann wenden Sie sich gern an den zuständigen Redakteur Artjom Maksimenko (a-maksimenko@zfk.de).

Der Düsseldorfer Händler Quadra Energy bleibt auch zum Stichtag 1. Januar 2026 der größte Direktvermarkter. Das Unternehmen, das seit Ende 2023 dem französischen Energiekonzern Total Energies gehört, meldete für den 1. Januar dieses Jahres ein Portfolio von 10.100 Megawatt (MW), 300 Megawatt weniger als vor einem Jahr. Das lag vor allem an den Rückgängen im größten Bereich des Portfolios von Quadra Energy – Wind. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich das Portfolio hier von 8570 auf 7800 MW.

Im Vergleich zu den Halbjahreszahlen fällt der Rückgang sogar noch etwas höher aus. Teilweise kompensiert wurde der Rückgang im Windsegment vor allem durch Zuwächse im PV-Bereich. Hier legte das Portfolio um fast 500 MW zu. Für das laufende Jahr hat das Unternehmen wieder Zuwächse angekündigt, "allerdings nicht um jeden Preis", wie das Unternehmen auf ZfK-Anfrage sagte. Wichtige Kriterien blieben "Kundenzufriedenheit und faire Konditionen".

Spitzenreiter bleibt vorne

Im Vergleich zu den Halbjahreszahlen fällt der Rückgang sogar noch etwas höher aus. Teilweise kompensiert wurde der Rückgang im Windsegment vor allem durch Zuwächse im PV-Bereich. Hier legte das Portfolio um fast 500 MW zu. Für das laufende Jahr hat das Unternehmen wieder Zuwächse angekündigt, "allerdings nicht um jeden Preis", wie das Unternehmen auf ZfK-Anfrage sagte. Wichtige Kriterien blieben "Kundenzufriedenheit und faire Konditionen".

Etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen gab an, dass es 2025 in der Direktvermarktung mehr Konkurrenten gegeben habe. Jeweils knapp ein Viertel sahen keine Veränderungen oder gar eine Konsolidierung. Zahlreiche Wettbewerber, teils aus etablierten Häusern, würden nach der Energiepreiskrise mit einem Fokus auf PPA-Abschlüsse in den Markt der Direktvermarktung zurückdrängen und sich Marktanteile sichern, schrieb beispielsweise Quadra. Ebenso sei die Frage der Bepreisung der Direktvermarktung für ein konkretes Asset in Zeiten von Redispatch, Rekorden an negativen Strompreisen und hoher Preisvolatilität "ein immer komplexeres Problem geworden".

Knapp hinter Quadra sortierte sich einmal mehr der Karlsruher Energiekonzern EnBW ein. Er legte um 550 MW auf 9900 MW zu. Auf den Rängen drei und vier folgten der Kölner Händler Next Kraftwerke mit 8020 MW und der frühere Spitzenreiter Statkraft Markets mit 6800 MW.

Im Vergleich zu den Halbjahreszahlen fällt der Rückgang sogar noch etwas höher aus. Teilweise kompensiert wurde der Rückgang im Windsegment vor allem durch Zuwächse im PV-Bereich. Hier legte das Portfolio um fast 500 MW zu. Für das laufende Jahr hat das Unternehmen wieder Zuwächse angekündigt, "allerdings nicht um jeden Preis", wie das Unternehmen auf ZfK-Anfrage sagte. Wichtige Kriterien blieben "Kundenzufriedenheit und faire Konditionen".

Etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen gab an, dass es 2025 in der Direktvermarktung mehr Konkurrenten gegeben habe. Jeweils knapp ein Viertel sahen keine Veränderungen oder gar eine Konsolidierung. Zahlreiche Wettbewerber, teils aus etablierten Häusern, würden nach der Energiepreiskrise mit einem Fokus auf PPA-Abschlüsse in den Markt der Direktvermarktung zurückdrängen und sich Marktanteile sichern, schrieb beispielsweise Quadra. Ebenso sei die Frage der Bepreisung der Direktvermarktung für ein konkretes Asset in Zeiten von Redispatch, Rekorden an negativen Strompreisen und hoher Preisvolatilität "ein immer komplexeres Problem geworden".

Deutliche Sprünge bei Danske Commodities und BKW

Knapp hinter Quadra sortierte sich einmal mehr der Karlsruher Energiekonzern EnBW ein. Er legte um 550 MW auf 9900 MW zu. Auf den Rängen drei und vier folgten der Kölner Händler Next Kraftwerke mit 8020 MW und der frühere Spitzenreiter Statkraft Markets mit 6800 MW.

Einen deutlichen Sprung auf Platz fünf machte Danske Commodities. Hier stieg das Direktvermarktungsportfolio von 5850 MW im Vorjahr auf 6400 MW. Noch deutlicher nach oben ging es beim Schweizer Energiekonzern BKW: Sein Portfolio wuchs um 1105 MW auf 6180 MW – Platz sechs.

Der größte kommunale Versorger, die MVV Energie aus Mannheim, kam mit einem Portfolio von 5800 MW auf Rang sieben.

Batteriespeichergeschäft wächst

Traditionell bleiben auch 2025 Photovoltaik und/oder Windkraft die mit Abstand stärksten Zugpferde in den meisten Portfolios der Direktvermarkter. Das Batteriespeichergeschäft bleibt weiterhin ein spannendes Wachstumsfeld. Immerhin weisen 29 der befragten 46 Unternehmen ein Batteriespeicherportfolio aus. Hier ist RWE mit 467 MW beziehungsweise 576 Megawattstunden (MWh) Spitzenreiter. Weiterhin ist das Geschäft jedoch mit Herausforderungen verbunden.

"Der Batteriespeichermarkt ist aufgrund der fehlenden Netzanbindungsvereinbarungen herausfordernd", teilte etwa die Stadtwerkekooperation Trianel auf Anfrage mit. Es seien viele Projekte geplant, von denen bislang jedoch nur wenige die Baureife erreicht hätten. Generell sei der Speichermarkt aber ein sehr interessantes Feld, hieß es aus Aachen.

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