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Allianz will Vermögenswerte klimafreundlicher anlegen

Der Konzern will seine Marktmacht nützen, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Sich klimaneutral zu engagieren, soll sich langfristig lohnen.
14.01.2021

Der Versicherungskonzern Allianz will das Thema Nachhaltigkeit bei den Investmententscheidungen künftig stärker berücksichtigen.

Der Versicherungskonzern Allianz plant schrittweise Kapitalanlagen in Höhe von 800 Mrd. Euro klimaneutral umzuschichten. Bis 2025 sollen die mit den Anlagen verbundenen Treibhausgasemissionen um ein Viertel sinken, kündigte das Unternehmen an.

Die Pläne der Allianz gelten zunächst für bestimmte Assetklassen: gelistete Aktien und Unternehmensanleihen. Auch das Immobilienportfolio soll bis 2025 auf einen 1,5-Grad-Pfad gebracht werden. Denn 1,5 Grad Erderwärmung sind das erklärte Ziel des Pariser Klimaabkommens.

Über Reduktion von Emissionen diskutieren

Darüber hinaus seien weitere Assetklassen in Vorbereitung, heißt es. Schrittweise sollen sie die gesamten 800 Mrd. Euro Kapitalanlagen aus dem Versicherungsgeschäft abdecken. Außerdem will der Versicherer seinen Einfluss auf die Unternehmen nutzen, deren Papiere er hält.

Mit der neuen Selbstverpflichtung klimaneutral zu investieren habe man die Glaubwürdigkeit, auf die Unternehmen zugehen zu können. Anschließend könne man mit diesen über eine Reduktion ihrer Emissionen diskutieren, heißt es weiter.

Klimaneutral investieren soll sich rechnen

Bei Aktien, Unternehmensanleihen und Immobilien gibt es derzeit eine bessere Datenlage zu den Emissionen als bei anderen Assetklassen. Die Allianz glaubt, dass sich das Risiko-Rendite-Profil verbessert, wenn sie das Thema Nachhaltigkeit bei den Investmententscheidungen so umfänglich wie möglich berücksichtigt. (dpa/jk)