Trotz der zunehmenden Einspeisung von Erneuerbaren-Anlagen macht sich der intensive Netzausbau von Mitnetz Strom bemerkbar.

Trotz der zunehmenden Einspeisung von Erneuerbaren-Anlagen macht sich der intensive Netzausbau von Mitnetz Strom bemerkbar.

Bild: © your123/AdobeStock

Die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜBN) Tennet, TransnetBW, 50Hertz und Amprion haben am Freitag die vorläufigen Netzentgelte verkündet: Diese werden steigen. Am 31. Dezember werden die endgültigen Netzentgelte für 2022 veröffentlicht, teilen die vier Unternehmen mit.
 

Je nach Verbrauchsverhalten der Kunden könnten sich die Netzentgelte um bis zu 20 Prozent erhöhen, so Amprion. Für TransnetBW-Kunden liegen die Erhöhungen bei rund 11 Prozent für in der Umspannung und bei etwa 14 Prozent in der Höchstspannung. Die Netzentgelte für die Kunden von TenneT würden voraussichtlich um rund 0,5 Prozent gegenüber 2021 nach oben klettern. Die von 50Hertz legen voraussichtlich um drei Prozent zu.

Hauptverantwortlich: Vereinheitlichung der Netzenztgelte

Die leichte Entgelterhöhung sei für den privaten Haushaltskunden allerdings kaum spürbar, da der Anteil der ÜNB-Netzentgelte am Gesamtstrompreis der Privathaushalte nur etwa fünf Prozent ausmache, heißt es in der 50Hertz-Mitteilung.

Die vier Betreiber geben hierfür jeweils unterschiedliche Gründe an: Unter anderem seien gestiegene Beschaffungskosten für Systemleistungen wie den Redispatch, Investitionen in das Stromnetz und höhere Börsenpreise mitverantwortlich. Maßgeblich – so der Tenor der ÜNB – sei aber die stetige Vereinheitlichung der Netzentgelte, die seit 2019 angestrebt und 2023 abgeschlossen sein wird. Die Basis bildet das Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG). So wird der bundeseinheitliche Netzentgeltanteil im Jahr 2022 aus 80 Prozent der jeweiligen Kostenbasis (Erlösobergrenze) der Übertragungsnetzbetreiber errechnet. Von den übrigen 20 Prozent werden die unternehmensindividuellen Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber bestimmt. (gun)

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