Die AVG ist die Energiesparte des kommunalen Unternehmensverbundes Stadtwerke Aschaffenburg.

Die AVG ist die Energiesparte des kommunalen Unternehmensverbundes Stadtwerke Aschaffenburg.

Bild: © AVG

Die Stadtwerke Aschaffenburg konnten das Geschäftsjahr 2022 einen Überschuss von 6,6 Millionen Euro abschließen, das teilten die Bayern nun mit.

Somit liegt das Ergebnis auf dem Niveau von vor der Pandemie.

Von dem Gewinn fließen 2,3 Millionen Euro in die Kasse der Stadt Aschaffenburg. 4,3 Millionen Euro verbleiben als Rücklage bei den Stadtwerken.

Vor dem Hintergrund der wesentlichen zukünftigen Investitionen in die Erneuerung der Netze und dem Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung sei die Stärkung der Eigenkapitalbasis notwendig.

AVG musste kaum Strom nachkaufen

Wesentlich zum Gesamtergebnis des kommunalen Unternehmensverbundes habe erneut die Aschaffenburger Versorgungsgesellschaft (AVG) beigetragen. Die risikoarme Beschaffungsstrategie, die den Energieeinkauf über mehrere Jahre verteilt, habe sich 2022 ausgezahlt.

Die AVG habe trotz der außergewöhnlichen Entwicklung nur wenig Energie zu überhöhten Preisen nachkaufen müssen und so einen Überschuss von 13,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Entwicklung im nächsten Herbst und Winter 2023 stecke allerdings voller Unwägbarkeiten, so die Geschäftsführung.

In die Strom-, Erdgas- und Wassernetze investierten die Aschaffenburger 12,1 Millionen Euro, zum Beispiel für die Erdverkabelung von Freileitungen.

Verlustsparten überraschen

Die Aschaffenburger Bäder- und Eissporthallen GmbH (ABE) schloss 2022 mit einem Verlust von 1,8 Millionen Euro ab. Das Defizit fiel um 600.000 Euro niedriger aus als angenommen, die pandemiebedingten Einschränkungen waren nicht so groß, wie erwartet.

Im Verkehrsbetrieb stehen geringeren Erlösen gestiegene Kosten, insbesondere für Fahrdienstleistungen und Treibstoffe, gegenüber. Durch erhaltene Ausgleichszahlungen fiel das Ergebnis mit einem Verlust von 3,8 Millionen Euro um 1 Million Euro besser aus als erwartet.

Die Parkhäuser und Tiefgaragen konnten in 2022 durch die steigende Auslastung mit 600.000 Euro wieder ein positives Ergebnis auf dem Niveau von vor der Pandemie erzielen.

Die Abfallentsorgung erzielte ebenso wie im Vorjahr ein Plus von 300.000 Euro. Grund dafür sind Einnahmen aus dem gewerblichen Bereich, z.B. für Leistungen, die für das Duale System erbracht wurden.

Schwieriges Jahr 2023 erwartet

„Angesichts der Unsicherheiten auf den Energiemärkten wollen die Stadtwerke Aschaffenburg weiterhin verlässlich und vorausschauend agieren“, sagt Stadtwerke-Chef Stefan Maunz, und spielt damit auf die Energie-Discounter an, die mit kurzfristigen Tiefpreisangeboten bereits wieder Kunden anlocken.

Zu den wichtigen Aufgaben des Unternehmensverbundes in den nächsten Jahren gehören die strategische Ausrichtung für erweiterte Angebote an Endkunden zu E-Mobilität und PV-Anlagen, sowie die Angebotsausweitung auf zeitvariable Tarife.

Aktiv bei der H2-Transformation

Außerdem arbeiteten die Stadtwerke mit Hochdruck an der Umsetzung ihrer Wasserstoff-Strategie. Ein wasserstoffbetriebenes Müllauto und zwölf Brennstoffzellen-Busse würden in den nächsten Monaten geliefert. Der Bau der eigenen Wasserstofftankstelle soll in einigen Wochen starten.

Auch beim Gasnetz stehe die allmähliche Transformation zum Wasserstoffnetz an. Einen Ausspeisepunkt für eine baldige Wasserstoffpipeline entlang des bayerischen Untermains hat sich die AVG bereits gesichert. (pfa)

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