Berlin: Christian Feuerherd (l.-r.), Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Wärme Berlin AG, Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, Franziska Giffey (lSPD), Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, und Stefan Evers (CDU), Berliner Senator für Finanzen, halten ein Schild mit dem neuen Namen und dem Text „BEW Berliner Energie und Wärme“.

Berlin: Christian Feuerherd (l.-r.), Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Wärme Berlin AG, Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, Franziska Giffey (lSPD), Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, und Stefan Evers (CDU), Berliner Senator für Finanzen, halten ein Schild mit dem neuen Namen und dem Text „BEW Berliner Energie und Wärme“.

Foto: Carsten Koall/dpa

Am Heizkraftwerk Mitte ist das Vattenfall-Schild schon abmontiert, ein einzelner Firmenwagen mit dem Logo der Schweden ist noch auf dem Gelände anzutreffen. Denn die Berliner Fernwärmeversorgung seit 2. Mai offiziell wieder Teil der Berliner Landesunternehmen. „Das ist die wichtigste energiepolitische Weichenstellung des Jahrzehnts“, sagt die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) beim Festakt.

Nach einem zweijährigen Prozess ist der Rückkauf der Vattenfall Wärme Berlin in Landeshand für 1,39 Mrd. Euro vollzogen. Das neue Landesunternehmen trägt den Namen BEW Berliner Energie und Wärme (kurz: BEW).

Berlin habe mit rund 2.000 Kilometern Länge das größte Fernwärmenetz Westeuropas, erklärt Giffey.

„Die Transformation schafft keiner alleine.“ - Fanziska Giffey

Im Jahr 1997 verkaufte das Land Berlin in einer wirtschaftlich schwierigen Lage seine Anteile an der damaligen BEWAG (kurz für: Berliner Städtische Elektrizitätswerke Akt.-Ges.) an private Investoren. „Aus damaliger Sicht war es eine nachvollziehbare Entscheidung, heute wissen wir, dass es ein Fehler war.“

Am Ende zeigte sich, dass Wasser, Strom und Wärme in die öffentliche Hand gehörten und zusammenarbeiten müssten. „Die Transformation schafft keiner alleine.“

Berlin habe aus der Vergangenheit gelernt, ergänzte auch Stefan Evers (CDU), Senator für Finanzen. Heute seien die Berliner Landesunternehmen wirtschaftlich und keine Belastung für den städtischen Haushalt. Zudem seien die Aufsichtsräte profesionalkisiert.

2000 Mitarbeitende werden übernommen

„Willkommen zu Hause“, begrüßte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) die BEW. „Zu Hause ist es immer am schönsten und ich hoffe, das werden die Mitarbeitenden auch schnell merken.“ 2000 Mitarbeitende sind mit dem Unternehmensverkauf nun bei einem kommunalen Unternehmen „zu Hause“.

Die weiteren Investitionen in den Fernwärmeausbau und die Wärmetransformation werden ein „Kraftakt“, so der Regierende, aber sie würden sich lohnen.

„Mit dem Land Berlin als neuem Eigentümer sind wir richtig aufgestellt, um im Schulterschluss mit den anderen Infrastrukturunternehmen der Stadt, die Wärmewende auf eine neue Stufe zu heben“, sagt Christian Feuerherd, Vorstandsvorsitzender der BEW Berliner Energie und Wärm. Bald bekommt er im Vorstand neben Axel Pinkert (Chief Financial Officer) noch weitere Verstärkung für diese Aufgabe, dann fängt Kerstin Busch als Technikvorständin an. (pfa)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper