Das Energieversorgungsunternehmen Avacon hat im Geschäftsjahr 2022 ein nach eigener Einschätzung gutes Ergebnis erzielt: 106 Mio. Euro Überschuss wurden erwirtschaftet.
Avacon könne erneut eine Dividende von 131 Mio. Euro an die Anteilseigner ausschütten. Gut 60 Prozent der Geschäftsanteile entfallen auf den Eon-Konzern, knapp 40 Prozent auf Landkreise und Kommunen.
Die Investitionen der Unternehmensgruppe lägen mit 340 Mio. Euro annähernd auf dem Rekordniveau des Vorjahres.
Netzausbau notwendig
Avacon-Chef Marten Bunnemann betonte: „Dass es uns gelungen ist, die hohen Investitionsziele trotz der teilweise schwierigen Marktsituation, insbesondere verursacht durch Lieferengpässe und schwer verfügbare Dienstleister, zu erreichen, ist vor allem auf die hohe Leistungsfähigkeit der Avacon-Gruppe zurückzuführen.“
Marten Bunnemann erläuterte außerdem, dass in den kommenden Jahren weiterhin erhebliche Investitionen in den Netzaus- und Umbau erforderlich seien, um die Ausbauziele der Bundesregierung für Erneuerbare Energien erreichen zu können. Schon jetzt zeichne sich ab, dass sich die Investitionen der Avacon-Gruppe in den Umbau des Energiesystems im laufenden Geschäftsjahr auf rund eine halbe Milliarde Euro erhöhen werden.
Regionale Beteiligungen
Seit Juli bündelt die Unternehmensgruppe ihre Kompetenzen im Bereich Erneuerbare Energien und Wasserstoff in dem Joint Venture HAzwei GmbH, das gemeinsam mit der HanseWerk gegründet wurde.
Avacon stieg bei regionalen Solartechnik-Firmen ein
Im September 2022 übernahm Avacon den Energiedienstleister „Altmärker Solarstrom“ aus Klötze und im Dezember erwarb Avacon Anteile an den PV-Experten „GW Energie Tec“ aus Hohenhameln. Mit beiden Partnern unterstreiche die Avacon-Gruppe ihre Regionalität und will das Geschäft in den kommenden Jahren durch den Aufbau weiterer Niederlassungen in den Vertriebsgebieten weiter stärken.
Starker Ausbau beim Nachwuchs
Avacon habe entschieden, seine Ausbildung in 2023 weiter zu stärken und 25 zusätzliche Ausbildungs- und Studienplatze in den verschiedenen Bereichen zu schaffen, sodass die Unternehmensgruppe über 80 Ausbildungs- und Studienplätze im Jahr anbieten kann. (pfa)



