Das Bürgerbeteiligungsprojekt der EVH GmbH aus Halle/Saale geht in die zweite Runde. „Unser Beteiligungsprojekt wurde im Rahmen der Energie-Initiative Halle (Saale) initiiert. Bürgerinnen und Bürgern möchten wir aktiv mit der Beteiligung die Möglichkeit geben, unsere Stadt und die Region gemeinsam grüner zu gestalten“, sagt Olaf Schneider, Geschäftsführer der EVH. Bereits heute betreibt die EVH, ein Unternehmen der Stadtwerke Halle-Gruppe, 32 Photovoltaikanlagen deutschlandweit . Mit dem aktuellen Angebot beteiligt sie laut Pressemitteilung auch die Bürger finanziell direkt an den Erneuerbare-Energien-Anlagen der EVH in Halle und Umland.
Über die Beteiligungsplattform www.buergerbeteiligung.evh.de können sich Interessierte am Ausbau des Photovoltaik-Portfolios der EVH finanziell beteiligen. Pro Person können bis zu 15.000 Euro für die Dauer von fünf Jahren investiert werden. Eine Zeichnung ist bereits ab einer Summe von 500 Euro möglich. EVH-Kunden erhalten aus der Einlage jährlich 2,3 Prozent Zinsen, alle anderen 1,3 Prozent. Zusammen mit der ersten Bürgerbeteiligung konnte die Projektgesellschaft EVH Grüne Energie - Projekt GmbH & Co. KG bisher ein Anlagenportfolio mit einer Gesamtleistung von ca. 75 Megawatt aufbauen.
Trier: Beteiligung über Nachrangdarlehen
Auch die Stromkunden der Stadtwerke Trier (SWT) können sich seit Monatsbeginn finanziell beim Ausbau der erneuerbaren Energien einbringen. Die SWT bieten dort ein qualifiziertes Nachrangdarlehen zur Beteiligung an einer Photovoltaikanlage an. Die Verzinsung beträgt zwei Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Für die Abwicklung richten die SWT eine eigene Online-Plattform ein. Interessenten können Anteile mit einem Volumen zwischen 500 und 10.000 Euro zeichnen.
Das erste Investitionsprojekt ist eine Photovoltaikanlage bei Pölich. Es handelt sich um die zweite Anlage, die die SWT auf Flächen der Ortsgemeinde bauen wird. Die Baugenehmigung für die zweite Photovoltaikanlage liegt bereits vor. Sie wird eine Leistung von rund 2 Megawatt peak haben. Aktuell stimmen die Ortsgemeinde und die SWT die letzten Details ab. Läuft alles nach Plan, ist die Inbetriebnahme für Anfang 2022 geplant. (hoe)



