Mit den Bürgern statt gegen die Bürger: Darauf zielt ein neues Projekt der DUH ab.

Mit den Bürgern statt gegen die Bürger: Darauf zielt ein neues Projekt der DUH ab.

Bild: © Monkey Business/AdobeStock

Das Projekt "Aktive Bürgerexperten in Klimaschutz und Energiewende (BüKE)" der Deutschen Umwelthilfe (DUH) wird in einem Projektverbund durchgeführt, teilte der Verband mit. Deutschlandweit diskutieren Bürgerinitiativen über die erneuerbaren Energien und lehnen dabei besonders Windparks ab. Um die Akzeptanz zu erhöhen, sollen die Bürger deshalb stärker bei der Planung der Anlagen partizipieren. In dem Projekt soll eine Gruppe von "Bürgerexperten" aus einer Region ausgewählt werden. Durch die Einbindung von sozialen Medien sollen auch junge Menschen zur Teilnahme ermutigt werden, da diese gewöhnlich bei der öffentlichen Beteiligung in Planungsprozessen unterrepräsentiert seien, heißt es seitens der DUH.

Allgemein gelte es, die "schweigende Mehrheit" der Bevölkerung zu aktivieren, die den Ausbau der erneuerbaren Energien zwar unterstütze, sich an der konkreten Planung aber wenig beteilige und so den Energiewende-Gegnern häufig die Deutungshoheit überlasse, merkt der Verband an. "Aktiv BüKE" ziele darauf ab, eine fairere und repräsentativere Darstellung der beteiligten Gruppen zu ermöglichen. Das Projekt soll beispielhaft in einer Region durchgeführt werden, welche gerade in Gesprächen mit ausgewählten Landkreisen ermittelt wird.

Wissensaustausch vorantreiben

Konkret wird in einer Reihe von Workshops u.a. das Basiswissen zur Energiewende und dem deutschen Planungsrecht vermittelt. Gleichermaßen bringen die Experten dann ihr lokales Wissen und ihren Erfahrungsschatz ein. Die Anwohner sollen ein Modell entwickeln, das die Planungen zu erneuerbaren Energien in ihrer Region enthält und dreidimensional visualisiert wird. Während des gesamten Projektes tragen die Experten Fortschritt in ihre lokalen Netzwerke, zum Beispiel Vereine oder Betriebsbelegschaften, und schaffen so Aufmerksamkeit für den Planungsprozess. Dieser Ansatz basiere auf dem Konzept der Bürgerwissenschaften, auch Citizen Science genannt, wie die DUH erläutert. Hierbei werden wissenschaftliche, fachfremde Laien in die Erarbeitung von Wissen einbezogen. (ab)

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