Die Bundesregierung hilft weiterhin Energiehändlern bei der Absicherung von börslichen Termingeschäften mit Strom, Erdgas und Emissionszertifikaten. Das entsprechende Finanzierungsinstrument sei bis zum Jahresende verlängert worden, teilten das Bundeswirtschaftsministerium und -finanzministerium am Mittwoch mit.
Aufgrund des fortwährenden Krieges in der Ukraine existierten nach wie vor Preisrisiken an den Energiemärkten, heißt es in der Presseaussendung. Dies führe zu hohen Sicherheitshinterlegungen.
KfW stellt Kreditlinien bereit
Die staatliche Liquiditätsstütze soll dabei helfen, diese zu stemmen. Das Finanzierungsinstrument war Bestandteil des im April 2022 verabschiedeten Maßnahmepakets zur Unterstützung betroffener Marktakteure angesichts stark gestiegener und schwankender Energiepreise.
Die staatliche Förderbank KfW stellt das Geld unter strengen Zugangsvoraussetzungen und Konditionen bereit. Die Mittel sind über eine Bundesgarantie abgesichert.
VKU: Geld bislang kaum in Anspruch genommen
Der Stadtwerkeverband VKU begrüßte die Entscheidung der Bundesregierung in einer eigenen Presseaussendung. Zugleich wies er darauf hin, dass der Garantierahmen in Höhe von 100 Mrd. Euro bislang kaum in Anspruch genommen worden sei.
Tatsächlich wird Strom und Erdgas überwiegend auf außerbörslichen Handelsplätzen, etwa über Plattformen wie Enmacc, Broker oder bilateral, gehandelt. Dies gilt insbesondere für den Großteil der Stadtwerke.
VKU fordert Anpassung der Zugangsbedingungen
Der VKU fordert deshalb, dass die Zugangsbedingungen für die Situation der Stadtwerke angepasst werden sollten. Geht es nach ihm, sollen auch auf den Terminmärkten zeitlich befristet Garantien als Sicherheiten akzeptiert werden. "Das würde die Liquidität entlasten." (aba)



