Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie haben die Stadtwerke Landsberg das vergangene Geschäftsjahr nach eigener Einschätzung zufriedenstellend abgeschlossen. Der Verwaltungsrat habe den Jahresabschluss genehmigt und den Vorstandeinstimmig entlastet, so der Kommunalversorger.
Zu Planabweichungen hätten vor allem Kurzarbeit und Betriebsschließungen bei Geschäftskunden sowie der Lockdown bei den Parkgaragen und im Bad geführt. Das Unternehmen schloss das Geschäftsjahr mit einem Minus von 350.000 Euro ab.
55 Mio. kWh Stromabsatz
Zum Teil kam diese Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr und gegenüber dem Plan auch aus dem Stromgeschäft. Hier schlugen teilweise Altlasten zu Buche. Mehr als positiv sei dagegen die Entwicklung bei den Kundenzahlen und im Stromabsatz, der 2020 seinen bisherigen Höchststand mit rund 55 Mio. kWh erreichte.
Auch die Kundenzahlen stiegen stetig, seit 2019 sogar um rund fünf Prozent beim Strom und um mehr als zwölf Prozent bei Gas. "Das zeigt deutlich, dass wir mit dem Kerngeschäftsfeld Energieversorgung auf dem richtigen Weg sind und unsere internen Neuerungen greifen", sagt Christof Lange, kaufmännischer Vorstand, Stadtwerke Landsberg.
Digitale Lösungen für Hauseigentümer
So hat der Energieversorger im vergangenen Jahr seinen Vertrieb neu aufgestellt und neue Produkte und Leistungen wie die Ladeinfrastrukturvorangetrieben. Der Versorger ist Exklusivpartner für Ladeinfrastruktur und Ladelösungen von mehreren Großkunden und Multiplikatoren aus der Region.
Darüber hinaus entwickeln die Stadtwerke neue digitale Lösungen, um Hauseigentümer und Gewerbekunden rund um Energie zu unterstützen. "In einer Datenbank hinterlegen unsere Mitarbeiter zukünftig zum Beispiel Instandhaltungs-und Wartungstermine", erklärt Gerald Nübel, technischer Vorstand, Stadtwerke Landsberg.
Neukundengewinne bei Gas
Die Beschränkungen im Pandemie-Jahr 2020 wirkten sich bei den Stadtwerken Landsberg massiv auf den Gasabsatz aus. Vor allem Gewerbekunden, Schulen und Institutionen verbrauchten rund fünf Prozent weniger Gas. Der Rückgang konnte jedoch durch Neukundengewinne kompensiert werden. Der Absatz stieg um 14 Prozent und damit erstmals über die 32 Gigawatt-Marke.
Für das Jahr 2021 planen die Stadtwerke Landsberg mit einem ausgeglichenen Ergebnis. "Die Perspektiven insbesondere im Energievertrieb sind gut", konstatiert Christof Lange. "Noch gehen wir davon aus, dass wir die schlechteren Zahlen aus den Lockdown-Monaten Januar bis Mai 2021 beim Baden und Parken ausgleichen können – vorausgesetzt, wir werden nicht durch eine vierte Welle nochmal gebremst." (jk)



